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Wedel-Schulauer Tageblatt

24. Oktober 2017 | 08:09 Uhr

Rotary Wedel würdigt Cello-Talent

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Jugend-Musikpreis für den Elmshorner Elias Zellmer

Der Rotary Club Wedel hat zum 13. Mal den Jugend-Musik-Preis vergeben. Der diesjährige Gewinner der mit 1500 Euro dotierten Auszeichnung heißt Elias Zellmer. Der 17 Jahre alte Waldorfschüler aus Elmshorn spielt seit neun Jahren Violoncello und hatte einige Zeit an der Wedeler Musikschule Unterricht.

Sein bisheriger musikalischer Werdegang ist beeindruckend: Bereits mit elf Jahren gab Elias sein erstes Konzert, wurde mit zwölf Jahren jüngstes Mitglied des Albert-Schweitzer-Jugendorchesters in Hamburg, konzertiert seitdem regelmäßig und spielte vor einem Jahr sogar schon das C-Dur-Cello-Konzert von Joseph Haydn in Berlin.

Der zukünftige Präsident des Rotary Club Wedel, Günter Gerland, der am 1. Juli die derzeitige Präsidentin Andrea Koehn ablösen wird, wies eingangs auf das Motto der Rotarier hin: „Helfen, wo Hilfe nottut“. Darunter verstehen die Clubmitglieder Unterstützung und Förderung besonders von Kindern und Jugendlichen, und derzeit auch finanzielle Hilfe für Flüchtlinge. Gerland dankte dem ehemaligen Präsidenten Reinhard Petersen, der anschließend die Laudatio hielt, für sein Engagement im Bereich der musikalischen Förderung als Nachfolger von Gerhard Folkerts.

Der ehemalige Dirigent Petersen sagte: „Mit dem Preis will der Club die Leistung würdigen und zur Weiterentwicklung beitragen. Ich bin stolz darauf, Mitglied der Rotarier zu sein, die die Hochkultur unterstützen.“ Auf Elias sei er vor zwei Jahren aufmerksam gemacht worden, dessen Können damals bereits beachtlich gewesen sei. „Ich dachte, jetzt ist er gut, wenn er so weitermacht, wird er in zwei Jahren sehr gut sein. Und so ist es. Heute Abend spielt Elias Stücke von Bach, was das sowohl geistig als auch technisch Anspruchsvollste in der Musik ist.“


Beeindruckende Kostprobe


Der junge Cellist beeindruckte die Zuhörer im voll besetzten Saal des Musikzentrums Schulauer Hof mit der Interpretation der 2. Suite in d-moll von Johann Sebastian Bach, aus der er die Sätze 1 bis 3 und 4 bis 6 spielte. Voll konzentriert zog Elias kraftvoll den Bogen über die Saiten, mal dramatisch tief, fast böse knarrend, mal fröhlich leicht erzählend mit tanzenden Tremoli. Zu Recht erhielt er anhaltenden Applaus für den freien, beeindruckenden Vortrag. Petersen kommentierte abschließend: „Nach dieser großartigen Demonstration seines Könnens wünsche ich Elias alles Gute und denke, daraus kann etwas Tolles werden.“

Elias, der täglich zwei bis drei Stunden übt, will sich neue Saiten von dem Preisgeld kaufen. Auch der mit Rosshaar bespannte Bogen muss von Zeit zu Zeit erneuert werden. Und der nächste Meisterkurs will ebenfalls bezahlt werden. Das Geld der Rotarier wird also gut angelegt.

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