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Ehrung in Wedel : Rotary verleiht den Innovationspreis

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Präsidentin Andrea Koehn zeichnet Hanno Sternberg mit 2500 Euro für seine Idee aus. Verabschiedung der FH-Absolventen.

Wedel | „Meine technischen Kenntnisse reichen leider nicht aus, um auf Anhieb zu verstehen worum es geht, daher scheint es sich in der Tat um eine Innovation zu handeln.“ Entwaffnend ehrlich räumte Andrea Koehn ein, dass sie nicht genau wusste, wovon sie redete. Aber so viel stand fest: Es war einen Preis wert. Deshalb hatte die Präsidentin der Wedeler Rotarier auch gleich einen Scheck mitgebracht, 2500 Euro für Hanno Sternberg, dessen Tüftlertum die Innovation hervorgebracht hatte. Sternberg ist bereits der vierte Empfänger des vom Rotary Club Wedel gestifteten Innovationspreises. Die Verleihung folgte traditionsgemäß auf die Zeugnisausgabe am letzten Semestertag der Fachhochschule Wedel.

Worum es ging, versuchte Professor Sergei Sawitzki den Laien im Audimax verständlich zu machen. Allerdings klang bereits der Titel von Sternbergs ausgezeichneter Arbeit eher kryptisch: „CustArD – Custom Architecture Designer“. Es gehe „um die Entwicklung einer Software zur Spezifikation anwendungsspezifischer Schaltungsstrukturen. Diese sollen im Gegensatz zu gewöhnlichen Mikroprozessoren, beziehungsweise ASIC, ganz eng an die Anforderungen einer Anwendung oder einer Anwendungsklasse angepasst sein“, legte der Wissenschaftler los. Dabei sei es wichtig, bereits auf der Ebene der Architekturspezifikation detailliertes Feedback zur Qualität der erwarteten Ergebnisse zu bekommen, erfuhren die Zuhörer sodann.

Und so hat Sternberg den kniffligen Fall gelöst: „Durch modulare Struktur und sorgfältige Modellierung der Komponenten auf verschiedenen Abstraktionsebenen ist es möglich, in jedem Entwurfsschritt zahlreiche Statistiken zu generieren und die Iterationsschleifen während des Entwurfs beliebig kurz zu halten“, enthüllte Sawitzki der staunenden Menge.

Geldpreise statt Kamelritte

Und das war noch nicht alles. Am Ende werde „ein kompletter Entwurfsfluss von der Eingabe der Schaltung bis zur Erzeugung der Fertigungsdaten vorhanden sein“ und könne „durchaus in verschiedenen Formen – wie Hardware-IP-Entwicklung, kundenspezifische Schaltungs- und Systmentwicklung – kommerzialisiert werden“, prophezeite Sawitzki. Außer der Rotarierpräsidentin gab es wahrscheinlich weitere Zuhörer im Audimax, die nicht alles auf Anhieb verstanden.

Nach dem großen Preis der Rotarier gab es noch viele kleinere für Arbeiten der Absolventen. Sie kamen vom Hochschulbund, dem Förderverein der FHW. „Wir dachten erst an Kamelritte, Wrestling Workshops oder Besuche im Hochseilgarten als Belohnung, aber dann haben wir uns auf 120-Euro-Gutscheine verständigt“, verriet Professor Ulrich Raubach augenzwinkernd, „denn damit liegt das Risiko der Nutzung jetzt bei den Empfängern“. Und auch das, nämlich Risikoauslagerung, könne man in der Fachhochschule studieren, fügte er denkbar allgemeinverständlich hinzu, ehe er die Gewinner aufs Podium rief.

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