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Wedel-Schulauer Tageblatt

24. September 2017 | 10:54 Uhr

Wedel : Rist-Abiturienten so gut wie nie

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Jahrgangsdurchschnitt liegt bei 2,11. Bei 40 der 87 Absolventen steht eine eins vor dem Komma. Acht Schüler haben nicht bestanden.

Wedel | Oberstufenkoordinator Peter Lück hielt am Donnerstag den Beweis in der Hand, dass der diesjährige Abiturjahrgang des Johann-Rist-Gymnasiums (JRG) einmalig war. „Dieser Jahrgang hatte zwei extreme Seiten“, sagte Lück und erläuterte: „Acht Schüler haben es nicht geschafft, ihr Abitur zu meistern. Auf der anderen Seite haben 40 Schüler einen Schnitt von 1,9 oder besser erreicht.“ Insgesamt lag der Durchschnitt der 87 Schüler, die auf der Abiturentlassfeier ihr Reifezeugnis erhielten, bei 2,11. „Ich habe in den letzten Jahren geschaut und festgestellt, dass das wirklich einmalig ist“, sagte Lück. Einer stach besonders heraus: Moritz Lübke erhielt sein Abiturzeugnis mit der Note 1,0 und wurde dafür sowie für die besten Abiturarbeiten in Physik und Mathematik geehrt.

Auch die stellvertretende Schulleiterin Anke Kjer hob in ihrer Abschlussrede die Besonderheiten der Jahrgangsstufe hervor: „Euer Jahrgang hat zwei Alleinstellungsmerkmale. Es ist der letzte reine G9-Jahrgang und der erste, der seine Verabschiedung in unserer neuen Aula feiert. Auch wenn wir jetzt schon sagen können, dass der Raum zu klein ist, hat sich das Warten gelohnt.“ Kjer griff das Abiturmotto „Zirkus Abigalli – Wär‘ ich du, hätt‘ ich Abi“ auf und verglich die Schule mit einem Zirkus: die Aula als Manege, Übungsstunden im Klassenzimmer und viele Wortakrobaten, Zahlenjongleure, Traumtänzer und Pausenclowns, die auch mal über die Stränge schlagen würden. „Ab und zu gibt es auch Controlling von außen, und es wird überprüft, ob wir auch den Ansprüchen der obersten Zirkusbehörde genügen“, sagte Kjer. Sie erntete zunächst ein Raunen und dann schallendes Gelächter. Doch eine Schule brauche auch einen Direktor: „Den haben wir. Ich möchte an dieser Stelle Claus Gilliard für die Arbeit am JRG danken.“ Kjer dachte auch an diejenigen, die ihr Abitur nicht geschafft hatten: „Kümmert euch um sie. Sie brauchen euren Trost. Jetzt ganz besonders.“

Auch Bürgermeister Niels Schmidt hatte sich mit der Fernsehsendung „Circus Halligalli“, die Namensgeber für das Abiturmotto war, auseinander gesetzt. Bei Wikipedia sei er auf die Umschreibungen „festlich inszenierter Trash“ und „substanzieller Schwachsinn“ gestoßen. „Da soll ich ans Abitur denken?“, fragte das Stadtoberhaupt und beantwortete die Frage selbst: „Na gut. Wenn der HSV noch 1. Bundesliga spielt, sollte ich das wohl auch hinbekommen.“ Im persönlichen Gespräch habe er einen guten Eindruck von den Schülern gewonnen. „Ich mache mir keine Sorgen um eure Zukunft“, sagte Schmidt und hatte noch einen Feiertipp und eine Bitte: „Viel Spaß beim Feiern, aber denkt auch daran, dass es einen Morgen danach gibt. Und lasst den Schuppen 1 stehen.“

Neben Auftritten des Unter- und Oberstufenchors sorgten die Abiturienten für ein besonderes Highlight. „Wir überreichen heute erstmals den goldenen Johann“, sagten Julian Fresch und Katharina Karolewicz, die die Abi-Rede hielten. „Wir haben vor kurzem festgestellt, was einige Lehrer für die Schüler und Schule leisten“, sagte Fresch vor der Verleihung an die Oberstufenlehrer. Oberstufenkoordinator Lück erhielt den Ehrenpreis – einen goldenen Kompass. „Sie waren ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Abitur. Mit ,Glück vom Lück’ hat es bei den meisten auch mit dem Abitur geklappt.“

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