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Wedel : Rissgefahr: Schlick bedroht das Willkomm Höft

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Wedel muss neuen Anleger wegschleppen und freibaggern lassen.

shz.de von
erstellt am 28.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Wedel | Verschlickende Häfen – ein altbekanntes Leid in Wedel. Neu dagegen ist, dass der Schlick auch dem Anleger Willkomm Höft zusetzt. Bei Niedrigwasser liege der erst vor vier Jahren eingeweihte Ponton teilweise auf, teilte Bauamtschef Klaus Lieberknecht am Donnerstagabend dem Bauausschuss mit: „Das wird der Ponton nicht lange durchhalten.“ Es gebe dringenden Handlungsbedarf. Andernfalls drohe der Betonschwimmkörper Risse zu bekommen.

Eine Notbaggerung in der vergangenen Woche habe nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Konsequenz: Der Ponton muss weggeschleppt werden, um die Wanne, die seinerzeit eigens für den Anleger ausgehoben wurde, erneut auszubaggern. Und das noch vor dem 15. April. Nur so lange hat Wedel die kurzfristig erteilte Genehmigung für die Wasserarbeit. Problem: Gebaggert werden darf unter Wasser nur bis maximal elf Grad Celsius. Schafft es Wedel nicht in der Frist, können die Arbeiten erst im kommenden Herbst oder Winter angegangen werden. Mit dem Risiko, dass Schäden entstehen. Laut Lieberknecht laufen bereits Verhandlungen mit Wasserbaufirmen. Was die Maßnahme kostet, sei unklar.

Klar ist dagegen, dass sich dieses Problem wiederholen wird. Und dass sich jetzt zeigt, dass die Rechnung der Ponton-Planer nicht aufgeht. Die seien davon ausgegangen, dass es unter dem Anleger aufgrund der höheren Fließgeschwindigkeit des Wassers zu keiner Verschlickung komme, erläuterte der Bauamtsleiter. Aufgabe der Stadt wird es daher nun in einem zweiten Schritt sein, zu prüfen, ob eine erneute schnelle Sedimentablagerung verhindert werden kann.

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