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Wirtschaft in Wedel : Riesenauftrag stärkt AstraZeneca

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Konzernzentrale hat entschieden: Mit Ende 2014 werden in Wedel zwölf Millionen Pillen-Packungen zusätzlich gefertigt.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Wieder eine frohe Botschaft aus dem Tinsdaler Weg 183: AstraZeneca stockt im Bereich Verpackung und Distribution mächtig auf. Wie der Pharma-Riese mit Deutschlandsitz in Wedel gestern mitteilte, werden ab Ende 2014 zwölf Millionen Einheiten eines Medikaments gegen Bluthochdruck zusätzlich verpackt.

„Damit ist dieser Bereich gut ausgelastet“, sagte Unternehmenssprecher Florian Dieckmann auf Tageblatt-Anfrage. Und das bis mindestens 2016. 170 Mitarbeiter beschäftigt Astra für Verpackung, Lager und und Distribution am Standort Wedel. Ein Bereich, der von der radikalen Schrumpfkur des vergangenen Jahres verschont geblieben ist. Wie berichtet hat AstraZeneca 400 von 1025 Stellen deutschlandweit gestrichen.

Der Auftrag der Konzernzentrale für zwölf Millionen zusätzliche Pillen-Packungen: Er passt zu der Wende, die das forschende Pharma-Unternehmen eingeläutet hat. Erst vor wenigen Wochen konnte Dirk Greshake, Geschäftsführer von AstraZeneca Deutschland, anlässlich eines Besuchs von Schleswig-Holsteins Wirtschaftsstaatssekretär Frank Nägele konstatieren: „Ich gehe davon aus, dass wir Mitte kommenden Jahres wieder zurückfinden ins Wachstum.“


1,42 Milliarden Tabletten werden verpackt


Dieses Wachstum zeigt sich im Verpackungssektor bereits seit längerem: Wurde 2008 noch von Wedel aus ausschließlich der deutschsprachige Raum mit Medikamenten beliefert, so werden mittlerweile mehr als 20 europäische Länder aus der Rolandstadt versorgt. „Der neue Auftrag zeigt die Leistungsfähigkeit von AstraZeneca am Standort Wedel“, kommentierte Greshake die aktuelle Unternehmensentscheidung.

In Zahlen bedeutet die: Von 35,4 Millionen Medikamenten-Packungen, die 2013 durch die Konfektionierung laufen, steigert sich der Durchsatz pro Jahr bis 2015 auf 45,5 Millionen Packungen. Laut Dieckmann entspricht dies einer Gesamtmenge von rund 1,42 Milliarden Tabletten.

Wedel hatte die zwischenzeitliche Negativ-Entwicklungen des Unternehmens in 2012 Jahr mit großer Sorge verfolgt: Wie berichtete muss die Stadt Gewerbesteuer-Ausfälle von 18 Millionen Euro verkraften. Und AstraZeneca zählt bekanntlich zur Top–Riege der Steuer-Schwergewichte in der Stadt.

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