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Wedel-Schulauer Tageblatt

26. September 2017 | 16:48 Uhr

Rettungswache wird Flüchtlingsheim

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Kurzfristiger Umbau zwecks Unterbringung / Zukünftige Nutzung noch unklar / Musil: Standort soll mit DRK-Tätigkeit verbunden bleiben

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2016 | 14:00 Uhr

Es ist ruhig geworden in der Pinneberger Straße. Der Grund hat eine Hausnummer – die 92. Die Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Wedel, sie hat ausgedient. Zwar wird die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) ihre neue Wache am Regio-Klinikum in der Holmer Straße erst Ende Mai offiziell einweihen. Beim DRK, ihrem bisherigen Standort, hat sie jedoch bereits das Feld geräumt und die Rolltore geschlossen. Und nun? Die Stadt und der Wedeler Wohlfahrtsverband werden die freien Kapazitäten nutzen, um ein Stück Entlastung für ein Dauerbrenner-Thema zu schaffen: die Flüchtlingsunterbringung.

Rund 40  000 Euro nimmt das DRK in die Hand, um kurzfristig Wohnraum zu schaffen. An Details wird noch gefeilt. Letzte Daten bezüglich der Kapazitäten, die der Pressestelle der Verwaltung gestern vorlagen – Stand Dezember 2015 – besagten, dass die Stadt mit rund zehn Unterbringungsplätzen rechnet. Klar ist: Die beiden vermieteten Wohnungen sind von den neuen Nutzungsplänen unberührt. Unklar ist dagegen noch, wie es mittel und langfristig weitergeht in der Pinneberger Straße 92. Pläne, die Sozialstation von der Rudolf-Höckner-Straße in die ehemalige Rettungswache zu verlegen, seien zurzeit vom Tisch, sagte DRK-Vorsitzender Josef Musil.


Wohnungen als Option


Denkbar wären jedoch Wohnungen, wie sie das Rote Kreuz Wedel aktuell in der Höckner-Straße realisiert hat. Wie berichtet ist neben dem Vereinszentrum und dem Betreuten Wohnen ein Mehr-Generationen-Haus mit Betreuungsoption entstanden. Für den Ortsverein sei in jedem Fall klar, dass der Standort in der Pinneberger Straße weiter mit der DRK-Tätigkeit verbunden bleiben soll, betonte Musil. Das Deutsche Rote Kreuz hatte das Gebäude, das 1913 als Bauernhaus errichtet wurde, und das 2400 Quadratmeter große Grundstück 1993 auf Basis der Erbbaupacht von der Stadt übernommen. Seinerzeit gekoppelt an die Verpflichtung, eine Rettungsstation vorzuhalten. Mit dem Umzug der RKiSH steht nun eine Umwidmung an.

Neben den Wohnungen und der Unterkunft, die „so schnell wie möglich“, so Musil, bezugsfertig sein soll, nutzt die Stadt die Rettungswache zur Schulkinderbetreuung – bislang jedenfalls. Laut Musil hat die Verwaltung den Vertrag zum kommenden Schuljahr gekündigt. Das DRK selbst hat darüber hinaus Katastrophenschutz mit Fahrzeugen, Feldküche, Zelten und Verpflegung in dem Komplex untergebracht. Daran will der Verein trotz des RKiSH-Auszugs festhalten, so der Vorsitzende.

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