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Wedel-Schulauer Tageblatt

24. Oktober 2017 | 06:44 Uhr

Wedels Badebucht : Renaissance für Hotel-Pläne?

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Das Investorenprojekt ist noch nicht gestorben: Ein Gutachten soll den Bedarf und mögliche Standorte beleuchten.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Lange nichts gehört vom einst viel und heißt diskutierten Thema Kongresshotel an der Badebucht. Das ändert sich jetzt. Ein mehrheitliches Votum des Planungsausschusses könnte wieder Bewegung in die Planung bringen, mit der erstmals vor nunmehr drei Jahren ein Investor bei der Stadt und den Stadtwerken als Grundstückseigner angeklopft hat. Demnach bereitet Wedel nun die Beauftragung eines Hotelgutachtens vor, das generell den Bedarf, aber auch die Standortfrage und mögliche Synergien mit der Badebucht beleuchten soll.

Stadtwerkechef Adam Krüppel hatte seinerzeit mit einem Projektplaner aus Deutschland verhandelt, der große Pläne hatte: Zwischen Badebucht und Schulauer Straße sollte ein für Tagungs- und Seminargäste optimiertes Hotel entstehen – zwei Geschosse plus Staffel, die Architektur dem Bad und der Umgebung angepasst, unten Restaurant und Tagungsbereich, oben 126 Zimmer mit rund 250 Betten. Als Betreiber wurde das Park-Hotel Ahrensburg gehandelt.

Durch den Deal mit Grundstücksverkauf sollte zum einen die Schuldenlast der komplett fremdfinanzierten Badebucht verringert werden. Zum anderen versprachen sich die Stadtwerke eine sechsstellige Summe, die jedes Jahr durch den Hotelbetrieb in die Badebucht-Kasse fließen soll, da dem Gast die Nutzung von Schwimm- und Wellnessbereich erlaubt werden. Auf bis zu 350 000 Euro beziffern die Stadtwerke diese mögliche Einnahme in einer jetzt veröffentlichten Kalkulation bei starker Auslastung des Hotels (80 Prozent). Geld, das Wedel mit seinem jährlichen Defizitausgleich in Höhe von gut zwei Millionen Euro für den Badebucht-Betrieb gut täte.

Vier Vorhaben werden diskutiert

Allerdings sind noch planerische Voraussetzungen zu klären. Nicht allein, weil im B-Plan-Verfahren auch eine mögliche Nutzung des Areals für ein Sportzentrum festgelegt ist – was mittlerweile definitiv als unrealistische Option eingeschätzt wird. Auch steht die aktuelle Ausweisung des Areals im Flächennutzungs- und Landschaftsplan als Grünfläche dem Hotelbau noch entgegen. In beiden Fällen müssten Änderungen beschlossen und genehmigt werden.

Fakt ist zudem auch: Das Badebucht-Hotel ist mitnichten das einzige Projekt, von dem in den vergangene Jahren die Rede war. Tatsächlich stehen auch der neue Hafenkopf und das südöstliche Hochufer des Businessparks als mögliche Hotelstandorte zur Diskussion. Darüber hinaus waren zwischenzeitlich auch Pläne für Parkhaus und Hotel auf dem Theaterparkplatz aufgetaucht. Einschätzung der Verwaltung zu dem Thema: „Da es nicht realistisch ist, dass alle vier Hotelstandorte zum Tragen kommen, sollte die Standortfrage geklärt sein. Daher auch die Empfehlung für ein Gutachten, das das gesamte Stadtgebiet und alle vier Standorte umfasst. Günstig für Wedels gebeutelten Stadtsäckel: Über die Städtebauförderung gibt es Mittel dafür. Zudem beteiligen sich die Stadtwerke, so dass die Stadt selbst nur noch einen kleinen Teil des Gutachtens zahlen muss.

Bleibt die Frage, ob denn die Stadtwerke den Investoren überhaupt noch an der Hand haben? Aus der Pressestelle des Versorgers hieß es dazu, es gebe keine Anzeichen dafür, dass die Projektplaner abgesprungen seien und man sehe eine realistische Chance, dass das Kongresshotel-Vorhaben weiter umgesetzt werden soll.

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