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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. September 2017 | 13:16 Uhr

Ochsenmarkt Wedel : Rekord-Auftrieb der Rindviecher

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

265 Rinder und 40 Pferde tummelten sich auf dem Festplatz. Als „fulminanten Auftakt für das neue Konzept“ bezeichnet die Chefin des Wedel-Marketings die Sause für die ganze Familie.

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2014 | 08:30 Uhr

Wedel | Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen – schon die Wetterbedingungen waren Garanten für ein gelungenes Fest. Dazu stolze 265 Rinder sowie 40 Ponys und Pferde – deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Der traditionelle Ochsenmarkt, ein Aushängeschild in Sachen Großveranstaltung in Wedel, war eine Sause der Superlative und ein Fest für die ganze Familie. Mehrere tausend Menschen aus nah und fern strömten am Wochenende zum Festplatz an der Schulauer Straße, um zu feiern und die besondere Atmosphäre des in der Region einmaligen Events zu genießen.

Los ging es am Freitagabend mit einem Auftritt der Oldie-Truppe „Just for Fun“, die seit vielen Jahren mit von der Ochsenmarkt-Partie ist. 350 Besucher drängelten sich im Festzelt und tanzten zu vorgerückter Stunde ausgelassen zu Hits aus den 1960er bis -90er-Jahren. Am frühen Sonnabendmorgen startete der Viehauftrieb. Züchter und Käufer aus fast ganz Norddeutschland waren gekommen, um entweder ihre Rinder anzubieten oder eines beziehungsweise mehrere Tiere zu erstehen. Tanja Pohlmann aus Wakendorf II im Kreis Segeberg gehörte dazu. Die Hobby-Landwirtin war mit ihrem Vater Hermann Pohlmann auf der Suche nach einem Zuchtbullen. „Wir kommen schon seit vielen Jahren zum Ochsenmarkt nach Wedel“, sagte sie. Fündig wurden die Segeberger allerdings nicht.

Hermann Thies aus Kükels dagegen erstand zwölf Färsen. Der Landwirt ist seit mehr als 50 Jahren beim Ochsenmarkt dabei. „Man kennt sich untereinander, es macht großen Spaß, vor allem jetzt, weil es wieder mehr Rinder gibt“, freute sich der 72-Jährige. Das Mitbringen von Tieren wird den Viehhändlern finanziell versüßt: 20 Euro pro Rind wurden gezahlt. Mona Schmelter und Benjamin Jensen von Bauhof notierten dafür bei ihrer Runde über den Markt die Zahl der Vierbeiner und die Namen ihrer Besitzer.

Zur Tradition des Ochsenmarkts gehört es auch, dass der Bürgermeister jeden Händler besucht und auf ein Gläschen Schnaps einlädt. Verwaltungschef Niels Schmidt hatte zum ersten Mal Stadtpräsidentin Renate Palm (WSI) im Gefolge, ebenso wie zwei Trachtenfrauen des Heimatsbunds, die den Korn einschenkten. Schmidts Aufgabe war es ebenso, am Vormittag den Ochsenbraten am Spieß anzuschneiden.

Im Kleintierzelt zeigten die Kaninchenzüchter aus Holm einige Exemplare ihrer Langohren. Die Hetlinger Bandreißer präsentierten die alte Zunft, der Heimatbund lud die Kinder zum Drehen von Springseilen ein und das Bienenmuseum Moorrege informierte über seine Arbeit. Zu den Attraktionen gehörten eine Treckerschau des Oldtimerzentrums Holm/Pinneberg und eine Fundsachenversteigerung, bei der so manche Schnäppchenjäger auf ihre Kosten kamen. Am Abend lautete das Motto „Nacht der Ochsenfreunde“. Elke und Ole West moderierten das Programm mit einer Kabarett-Show des Theaters Wedel, einer Poetry-Slam-Session mit Sven Kamin und Live-Auftritten von Musikern. Ein Abend mit viel Lokalkolorit und Beifallsstürmen beim Publikum.

Gestern Vormittag startete der dritte Festtag mit einem Flohmarkt und einem Frühschoppen mit Heimat-Flair. Der Spitzerdorf-Schulauer Männergesangverein, die Trachten- und Volkstanzgruppe des Heimatbunds Wedel wie auch das Akkordeon-Orchester „Viva la Musica“ unterhielten die Besucher mit einem kurzweiligen Programm.

„Ein fulminanter Auftakt für das neue Konzept“, konnte am Ende Wedel-Marketing-Geschäftsführerin Claudia Reinhard bilanzieren. Die Neuausrichtung sei „voll aufgegangen“, so auch die Sicht von Bürgermeister Niels Schmidt. Die viel diskutierte Verlegung des Viehauftriebs auf den Sonnabend sei ein toller Erfolg gewesen. Insgesamt habe Wedel eine „schöne Wiederbelebung des Ochsenmarkts“ erlebt. Ein Fazit, das die Veranstaltungsagentur „Elbmenschen“ zugleich als Lob verstehen darf. Und das auch für die Zukunft des Traditions-Fests hoffen lässt. „Elbmensch“ Daniel Frigoni jedenfalls erklärte auf Nachfrage: „Wir stehen definitiv wieder in den Startlöchern.“

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