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Wedel-Schulauer Tageblatt

17. Oktober 2017 | 00:28 Uhr

Haseldorf : Reise durch das Barockzeitalter

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Neujahrskonzert: Hetlinger Nachwuchsmusiker und die Gruppe "ConSpirit" brillieren in der Haseldorfer Kirche.

shz.de von
erstellt am 03.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Es war eine sehr vielseitige und lange Reise durch das Barockzeitalter, auf die fünf Musikerinnen und drei junge Holzbläser ihre etwa 100 Gäste am ersten Abend des Jahres 2014 in der Haseldorfer St.-Gabriel-Kirche mitnahmen. Traditionell wird das Neujahrskonzert im Gotteshaus am Schlosspark von der Leiterin der Hetlinger Holzbläser, Anne-Dorothea Ammenn-Seifert, ausgerichtet. Seit sechs Jahren konzertieren zu diesem festlichen Anlass unterschiedliche Gruppierungen der Holzbläser aus Hetlingen und Gastmusiker.

Für das diesjährige Konzert hatte Ammenn-Seifert abermals die Gruppe "ConSpirit" gewinnen können, die sich der Musik der Barockzeit verschrieben hat und in einer beachtenswert musikalischen Vielfalt auftritt. Seit zwei Jahren musizieren sie gemeinsam in der Besetzung mit der Sopranistin Eva-Christina Pietarinen, der Altistin Kristin Kannenberg, Anke Nickel (Barockgeige, Barockoboe und Blockflöte), Ines Kuhn (Blockflöte, Barockfagott) und Friederike Spangenberg am Cembalo.

Bei ihrer „Mission durch Europa – Auf den Spuren von Charles Burney im 18. Jahrhundert“ führte Kannenberg in barocker Aufmachung an Hand des Reisetagebuchs des englischen Musikwissenschaftlers, Tasteninstrumentalisten und Komponisten Burney (1726-1814) unterhaltsam durch das Programm. Zu den jeweiligen Stationen seiner Reisen wie Paris, Hamburg, Berlin und Wien waren zauberhafte barocke Klänge zu hören mit Werken der Komponisten Jean Daniel Braun, Jean- Henry d´Anglebert, Georg Friedrich Händel, Christoph Schaffrath, Johann Joseph Fux und Anton Heberle.

Alle fünf Musikerinnen brillierten dabei in ihren Stimmen und Instrumenten, mal Solo oder in immer wieder neuer Besetzung. Ihre Freude an der Musik des Früh-, Hoch- und Spätbarocks mit ihren unterschiedlichen Einflüssen war dabei deutlich wahrzunehmen. Die Besucher versetzte „ConSpirit“ mit seiner Harmonie in der festlichen, mit Kerzen und Tannenbäumen noch weihnachtlich geschmückten Kirche ins Träumen.

Nach der Pause hatten die Hetlinger Holzbläser Johann von Kügelgen (15) sowie die Brüder Nikolaus (12) und Felix Paschke (10) ihren großen Auftritt. Die Schüler von Ammenn-Seifert brachten ihr für den Wettbewerb "Jugend musiziert" einstudierte Programm zu Gehör. Mit sauberen und einfühlsam geblasenen Tönen begeisterten sie das Publikum. Zu hören waren "Vray dieu d'amours" von Antoine Brumel (1460-1515), spanische Musik aus dem 16. Jahrhundert von Cancionero de Palacio sowie das Preludio, Minuetto und Capriccio aus der Sonata op III Nr. 6 F-Dur von Johann Joachim Quantz.

Ein höchst amüsanter musikalischer "Ausreißer" war "Uncle Knick-Knack" von Irmhild Beutler (geboren 1966). Als "futuristisch und mit moderner Technik zu spielen" bezeichnet Ammenn-Seifert diese Komposition. Das Publikum dankte allen Künstlern mit lang anhaltendem Applaus.

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