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Kirchstieg in Wedel : Rehder lässt die Bagger wieder rollen

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Nächste Runde im Baugenehmigungsstreit: Das Verwaltungsgericht entscheidet in erstem Eilverfahren zugunsten der Stadt. Die Arbeiten sollen Anfang Juni weitergehen.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2016 | 12:15 Uhr

Wedel | Das Ende des Baustopps am Wedeler Kirchstieg ist in Sicht. Anfang Juni will Rehder Wohnungsbau die Arbeiten am Geestrand für die Realisierung des Projeks „Marschkieker“ wieder aufnehmen – trotz der von Anliegern eingeleiteten juristischen Schritte gegen die Baugenehmigung.

Der Grund liegt in einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Schleswig. Dort wurde in einem ersten Rechtsschutzverfahren zugunsten der Stadt und damit des Bauträgers entschieden. Der Antragsteller könne sich weder auf den sogenannten Gebietserhaltungsanspruch noch auf das Gebot der Rücksichtnahme berufen, heißt es auf Tageblatt-Anfrage aus der Pressestelle des Gerichts. Konsequenz: Nach aktuellem Verfahrensstand steht einer Fortsetzung der Arbeiten nichts im Wege.

Offen ist indes, ob nun Beschwerde gegen diesen abschlägigen Bescheid eingelegt wird und wie letztlich der Widerspruch gegen die Baugenehmigung ausgeht. Bauunternehmer Joachim Rehder sieht den aktuellen Bescheid durch drei Richter als deutliches Signal dafür, dass auch weitere juristische Schritte nicht von Erfolg gekrönt sein dürften. Der Bescheid bestätige die Gültigkeit der Genehmigung. Daher werde jetzt weitergebaut, so Rehder gegenüber dem Tagblatt. Spätestens Anfang der 23. Woche sollen die Bagger am Kirchstieg wieder rollen.

Sechs Wochen fehlen

Insgesamt rund sechs Wochen Bauzeit koste das juristische Prozedere das Unternehmen, das sich laut Juniorchef Stephan Rehder zum Ziel gesetzt habe, die Arbeiten an den vier Häusern bis Ende 2017 abzuschließen. Noch sei dieser Zeitrahmen zu halten – sofern nicht weitere juristische Auseinandersetzungen folgen, sagt Stephan Rehder.

Was die Vermarktung angeht, so will das Wohnungsbauunternehmen allerdings nun erstmal so lange Ruhe einkehren lassen, bis von Gerichtsseite tatsächlich das letzte Wort in Sachen Baugenehmigung gesprochen wurde. Laut Joachim Rehder ist die Nachfrage nach den geplanten 24 Eigentumswohnungen – die übrigen 16 sollen mit Mitteln des sozialen Wohnungsbaus entstehen – groß: Auf eine Wohnung kämen im Schnitt fünf Reservierungen. Bis zum Baustopp habe das Unternehmen nach 15 Verkaufsgesprächen bereits 13 Kaufverträge vorbereitet.

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