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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. August 2017 | 02:40 Uhr

Region soll attraktiver werden

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

289 000 Euro: Aktivregion bewilligt Fördermittel für den Haseldorfer Hafen, das Heistmer Bürgerhaus und einen Landgasthof in Holm

Die Gemeinden Haseldorf und Heist sowie Meike Ladiges aus Holm als Privatperson haben den Vorstand der Aktivregion Pinneberger Marsch und Geest überzeugt. Ihre Projekte werden mit EU-Geldern gefördert, beschloss das Entscheidungsgremium, das den Projektbeirat der ersten Förderperiode ablöst, auf seiner jüngsten Sitzung.

6,5 Millionen Euro verteilte die Aktivregion in ihrer ersten Auflage 2007 bis 2014. Sie schob damit Investitionen im Gesamtwert von 23,1 Millionen Euro an. Für die zweite Förderperiode bis 2020 steht momentan ein Grundbudget von knapp 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das werde sich aber noch erhöhen, so der Vorstand. „Es ist unsere Aufgabe, weitere Fördertöpfe zu finden, die wir erschließen können“, erklärte Regionalmanager Mathias Günther während der Vorstellung der vier Themenbereiche, aus denen in dieser Periode die Projekte kommen sollen.

Haseldorf möchte seinen Hafen touristisch ertüchtigen und hat damit unter dem Aktivregion-Schwerpunkt „Innovation und Wachstum“ sein Antragsfeld gefunden. Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU) stellte das Projekt vor. Auf der betonierten Parkfläche des Hafens sollen Wohnmobilstellflächen entstehen. Stromverteilersäulen sorgen für Elektrizität, kombinierte Schließanlagen und Kassen- beziehungsweise Ticketautomaten für eine einfache und schnelle Anmeldemöglichkeit. Darüber hinaus will die Gemeinde die Parkplatzsituation ordnen und einen Schwimmsteg mit barrierefreiem Zugang auslegen. Auch eine Promenade entlang der Kaimauer, die zum Flanieren und Verweilen einlädt, sei geplant so der Antrag. Planungskosten für alle Maßnahmen zusammen: 370  000 Euro. Haseldorf hatte die Förderhöchstsumme von 100  000 Euro beantragt – und bekam das Okay des Vorstands.


Betreuungsschule erweitern


Heist möchte sein Bürgerhaus neu ordnen und optimieren. Dafür stellte es unter dem Schwerpunkt „Daseinsvorsorge“ einen Antrag auf 89  386,55 Euro Fördermittel. Neben einer energetischen Sanierung steht die Renovierung und Umverteilung wichtiger Funktionsräume im Vordergrund. Die bisherigen Räume des Sportvereins sollen der Betreuungsschule zugeschlagen werden. Die benötigt eine Erweiterung ihres Essbereichs, einen weiteren Bewegungsraum sowie eine Garderobe. Der Sportverein soll ins bisherige Bürgermeisterbüro ziehen. Und der Bürgermeister einen neuen Besprechungsraum mit angeschlossenem Archiv bekommen. Kostenvoranschlag für die Rochade: 193  400 Euro.

Seit dieser Förderperiode können auch Privatpersonen einen Antrag an die Aktivregion stellen. Die Holmerin Meike Ladiges wagte sich an die Formalitäten – und hatte Erfolg. Sie will ein Gästehaus in der Geestgemeinde bauen. Das soll die Radfahrer des Ochsenwegs anlocken, neue Kundenkreise erschließen, aber auch für Familienfeiern zur Verfügung stehen. 16 Zimmer sieht ihr Konzept vor, drei davon behindertengerecht, fünf barrierefrei angelegt. Läuft ihr Gästehaus, schafft sie damit auch zwei bis drei neue Vollzeitstellen im Dorf, hebt Ladiges im Antrag hervor. Den Vorstand überzeugte das Projekt. Sie stimmten der Antragssumme von 100  000 Euro zu. Ladiges veranschlagt für ihren Landgasthof 750  000 Euro Planungskosten.

Mit der positiven Bewertung des Vorstands ist das Fördergeld noch nicht endgültig bewilligt, erinnerte Günther. Letztendlich entscheidet das Kieler Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Ländlichen Raum. Doch das schließe sich in aller Regel der Aktivregion-Einschätzung an. „Wir hoffen bis Ende September auf positive Bescheide,“ so Günther.

 

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