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Wedel-Schulauer Tageblatt

25. November 2017 | 12:35 Uhr

Reepi: Förderer ringen um Lösung

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Das Ziel Ein gastronomischer Betrieb, der sich rechnet / Kreativer Allrounder für Küche, Garten und Marketing gesucht

shz.de von
erstellt am 11.Nov.2017 | 16:00 Uhr

Bis zum 31. Dezember ist der Betrieb im Reepschlägerhaus gesichert. Das ist die gute Nachricht, die Bernd Vorwerk, Vorsitzender des Förderkreises, verkünden kann. Die schlechte: Wie es weiter gehen soll, weiß der Verein nicht. Das Reepschlägerhaus steckt wieder mal in der Krise, nachdem Wirt Aydemir Aikan wegen fehlender Rentabilität in der Gastronomie die Notbremse gezogen und seinen Abschied verkündet hat (wir berichteten).

Das Problem sind die Nebenkosten, erläutert Vorwerk am Tageblatt-Telefon. Etwa 6000 Euro fallen im Jahr an. Durch Mitgliedsbeiträge erwirtschaftet der Förderkreis, der von der Stadt als Geschäftsführer für Wedels ältestes, unter Denkmalschutz stehendes Haus eingesetzt ist, rund 2000 Euro. „Die Differenz hat bis jetzt der Betreiber erwirtschaften können und müssen“, stellt Vorwerk klar. Allerdings, schränkt der Vorsitzende ein, sei das am Schluss auch schon für den langjährigen ersten Wirt Werner Wietek äußerst schwierig geworden. In der aktuellen Situation konnte der Betrieb bis Jahresende auch nur deswegen gewährleistet werden, weil einzelne Mitglieder auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung spontan einen knappen vierstelligen Betrag gespendet haben.

Der Förderkreis hat vor den Problemen nicht die Augen verschlossen. Seit zwei Monaten bemüht sich der Vereinsvorstand um einen Gesprächstermin mit der Stadt. Auch zur jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses, in der die FDP einen Antrag auf finanzielle Unterstützung des Reepschlägerhauses einbrachte, wäre Vorwerk gern erschienen. Er erfuhr zu kurzfristig davon, um einen anderen wichtigen Termin an dem Tag umzuorganisieren.

Drei Handlungsoptionen sieht Vorwerk für seinen Verein. Möglichkeit eins: „Wir kündigen den Vertrag mit der Stadt.“ Möglichkeit zwei: „Wir bekommen finanzielle Unterstützung, mit der wir die Nebenkosten fürs nächste Jahr begleichen können.“ In der Zwischenzeit wollen die Förderer ein tragfähiges Konzept erstellen. An drei verschiedenen Modellen sitzen sie gerade. Aikan würde unter bestimmten Voraussetzungen dann sogar weitermachen, stellt Vorwerk in Aussicht. Und Möglichkeit drei: Der Verein findet einen kreativen Wirt, der so gute Ideen hat, dass sich der Betrieb rechnet. „Wir suchen einen Gastronom, der auch noch Gärtner und kreativer Werbefachmann ist und im Idealfall sogar noch eigenes Geld mitbringt“, sagt Vorwerk und lacht über die eigene Utopie. Mit einem Besuch im Reepschlägerhaus, könne jeder Wedeler helfen.

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