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Wedel-Schulauer Tageblatt

24. Oktober 2017 | 08:48 Uhr

Rausch-Atmosphäre: Funker im Feldversuch

vom

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2013 | 01:14 Uhr

Wedel | Zwei Mannschaftszelte auf grüner Wiese, der Duft von Gegrilltem in der Luft und Männer vor kleinen Apparaten sitzend, aus denen quäkende Satzfetzen dringen: Ein Kollegen-Treffen der etwas anderen Art veranstalteten am Wochenende die Wedeler Amateurfunker auf der Grünfläche am Tonnenhafen.

Wie jedes Jahr traf sich ihr Ortsverband E 10 "Welcome Point" auf freiem Felde, um seinen "Fieldday" durchzuführen. Bei Bratwurst und kalten Getränken kamen zahlreiche Mitglieder der Funker-Community aus Wedel und Umgebung über zwei Tage zusammen, um zu fachsimpeln und gemütlichen Austausch unter Gleichgesinnten zu pflegen.

Der "Fieldday" dient Hobbyfunkern weltweit dazu, ihre Anlagen und (teils selbstgebauten) Antennen ohne externe Stromversorgung zu testen und deren Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Insbesondere ist es aber auch ein Tag für die Familie, haben doch Besucher aus dem Freundes- und Familienkreis die Möglichkeit, auch andere Angehörigen von Funk-Enthusiasten kennenzulernen.

In einem der beiden vom Roten Kreuz zur Verfügung gestellten Zelte hatten die Hobbyfunker Funkgeräte in verschiedenen Größen aufgebaut. Umringt von zahlreichen bis zu acht Meter hoch in den Himmel ragenden Antennenspießen sorgten sie für die fürs Funken typische Geräuschkulisse. Unablässig waren zwischen atmosphärischem Rauschen immer wieder Funksprüche und Konversation zu vernehmen.

Wie kommt man eigentlich zum Amateurfunk? Michael Seiler, Ortsverbandsvorsitzender der Wedeler Funker, hat darauf eine überzeugende Antwort parat: "Mich hat die Idee immer schon fasziniert, über lediglich ein Stück einfachen Drahts mit der ganzen Welt kommunizieren zu können." Der gelernte Elektroniker ist dem Medium Funk schon seit Ende der siebziger Jahre verfallen. Erste Gehversuche mit dem CB-Funk langweilten ihn schnell, so dass er bald ins Lager der internationalen Amateurfunker wechselte. Hier fand er ein wesentlich vielfältigeres Angebot von Wegen der Kommunikation vor und sieht sich seitdem als Sammler von ständig neuen, möglichst exotischen Kontakten aus der weiten Welt des Funks.

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