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Wedel-Schulauer Tageblatt

13. Dezember 2017 | 01:32 Uhr

Moorrege : Raumnot für Lehrer an der GemsMo

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die gute Versorgung sorgt für ein überfülltes Lehrerzimmer.

Wedel | Die Gemeinschaftsschule Moorrege (GemsMo) ist gut aufgestellt. Der Bericht von Schulleiterin Karen Frers bei der Sitzung der Verbandsversammlung am Montagabend zeigte einmal mehr, warum sich die Dorfschule zu einem Magneten in der Region entwickelt hat. „Wir haben keine Probleme mit der Lehrerversorgung, sie ist so erfreulich, wie seit Jahren nicht mehr“, freute sich Frers. Alle Fächer seien abgedeckt: „Das ist etwas ganz Besonderes.“

Die gute Mitarbeiterversorgung führe allerdings auch zu eklatanter Raumnot. Das Lehrerzimmer sei mit 36 Plätzen viel zu klein. „Es müsste 44 Plätze haben“, sagte Frers. Grund: Die Lehrer des Förderzentrums sind in der GemsMo ebenso untergebracht, wie Berufseinstiegsbegleiter und Schulbegleiter für einzelne Kinder. Wenn nun noch vom Land finanzierte Schulassistenten hinzukämen, werde es mehr als schwierig. „Kollegen müssen sich einen Arbeitsplatz teilen, wir sitzen sehr beengt“, schilderte Frers. Und lud die Ausschussmitglieder ein, sich in einer Pause selbst einen Eindruck zu verschaffen. „Dann sehen Sie, was los ist“, sagte die Schulleiterin.

Aber nicht nur die Lehrkräfte der Ganztagsschule leiden unter Platzmangel. Für die 492 Schüler in 22 Klassen gibt es nur 21 Klassenzimmer – also wurde kurzerhand der Kunstraum in ein Klassenzimmer verwandelt. Das sorge häufig für Ärgernisse, berichtete Frers. Nämlich dann, wenn im Textilraum, der nun auch für den Kunstunterricht genutzt wird, Farb- und Klebstoffreste gefunden werden. Im Unterricht solle zudem Differenzierung stattfinden. Zum Teil seien zwei Lehrkräfte am Werk. Dafür seien eigentlich Gruppenräume notwendig. Die aber gebe es nicht. Frers: „So ist die Arbeit im pädagogischen Bereich schwierig.“

Die Gemeinschaftsschule Moorrege hat bisher noch keine Flüchtlingskinder aufgenommen. In sogenannten DAZ-Klassen – Deutsch als Zweitsprache – werden Kinder und Jugendliche für den normalen Schulbetrieb fit gemacht. „Ich ahne, dass ich einen Anruf vom Schulamt bekommen werden“, sagte GemsMo-Schulleiterin Karen Frers. Die Zahl der Schüler mit Migrationshindergrund sei in ihrer Einrichtung handverlesen.
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