Wedel : Rauchmelder rettet Mann das Leben

Piepsen und Husten: Passant alarmiert Feuerwehr.

shz.de von
03. Januar 2015, 16:00 Uhr

Wedel | Es ist ein kleines, kostengünstiges Stück Technik – ein Mann aus Wedel verdankt ihm sein Leben. Dank eines Rauchmelders ist es Einsatzkräften der Feuerwehr am Donnerstagabend gelungen, den Bewohner eines Mehrfamilienhauses aus stark verqualmten Räumen zu befreien und vor dem Ersticken zu bewahren.

Neujahrsabend, es ist kurz nach 18 Uhr. Ein Passant bemerkt ein Piepsen aus einem Wohnblock in der Bekstraße. Er gelangt bis zur Wohnungstür, hinter der der Alarm ausgelöst ist, klopft, klingelt – zunächst ohne Reaktion. Dann hört er ein Husten – und wählt sofort den Notruf.

Die Freiwillige Feuerwehr Wedel zieht alle verfügbaren Kräfte zusammen. „Feuer, Menschenleben in Gefahr“, so lautet die Alarmierung. Bekstraße: Das bedeutet kurze Wege für die Brandschützer. Schnell sind die ersten Kräfte vor Ort, brechen die Tür auf. In der Wohnung dichter Qualm und ein Mann, der laut Feuerwehrsprecher Dennis Renk nur bedingt ansprechbar ist und schon merklich unter dem eingeatmeten Rauch leidet. Ursache ist Essen auf dem Herd, das angebrannt ist und droht, in Flammen aufzugehen.

Die Kameraden schaffen den Bewohner ins Freie und beginnen sofort mit der Erstversorgung. Unter den Einsatzkräften sind ausgebildete Rettungsassistenten. Kurz darauf kann die Feuerwehr an den Notarzt übergeben. Der gibt schließlich Entwarnung. Dem Unglücksopfer ist Schlimmeres erspart geblieben. Die Wohnung wird mit Hochdrucklüftern vom Rauch befreit und nach einer halben Stunde wieder freigegeben.

Insgesamt hatte die Wehr 51 Kräfte mobilisiert. 35 Kameraden waren vor Ort.

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