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Wedel-Schulauer Tageblatt

11. Dezember 2017 | 18:28 Uhr

Mega-Projekt : Rahmenplan für Wedel Nord

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Mit einem Rahmenplan für Wedel Nord will die Stadt die Basis für die Realisierung des Bauprojekts schaffen – gegebenenfalls auch abschnittweise. 30 Prozent sollen Sozialwohnungen sein.

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2017 | 16:00 Uhr

Wedel | Das Stimmungsbild steht – jetzt soll es in eine verbindliche Form gegossen werden. Die Verwaltung hat Parameter für die Entwicklung des Mega-Wohnungsbaugebiets Wedel Nord zu einem Rahmenplan zusammengetragen. Kern des Entwurfs: Es soll die kleine Lösung mit maximal 1000 Wohneinheiten kommen, von denen 30 Prozent mit Fördermitteln erstellt werden. Das Gebiet soll auch quartiersweise entwickelt werden können. Und die Nordumfahrungstrasse zwischen Pinneberger und Holmer Straße soll der Erschließung dienen.

Ziel ist, die Basis für konkrete B-Plan-Verfahren zu schaffen, geht aus dem Papier hervor, das der Planungsausschuss in seiner nächsten Sitzung am 7. März berät. Wie berichtet hatte der Elmshorner Bauriese Semmelhaack Anfang Februar ein Konzept vorgestellt, wonach die Realisierung des Mega-Bauvorhabens abschnittweise angegangen werden soll. Dies und die fiskalische Wirkungsanalyse, die die finanziellen Auswirkungen von Wedel Nord für den städtischen Haushalt aufzeigt, sei eine aussagekräftige Entscheidungsgrundlage für die Fortführung des Projekts, heißt es seitens der Verwaltung.

Projekt-Contolling durch externe Fachleute

Angesichts der Vielzahl von Grundstückseigentümern, unterschiedlicher Interessen und Flächenverfügbarkeiten solle eine kleinteilige Entwicklung nicht ausgeschlossen werden, um eine zügige Realisierung zu ermöglichen, so die Position der Stadt. Sie entspricht dem Signal, das die Fraktionen im jüngsten Planungsausschuss gaben. Was die nördliche Erschließung angeht, so soll ebenfalls ein abschnittweiser Bau ermöglicht werden. Eine Straße, die wächst mit dem Baugebiet. Das Reizwort Nordumfahrung taucht nicht auf in der Verwaltungsvorlage. Stattdessen der Satz: „Die Ausbaumerkmale im Hinblick auf eine spätere Funktion als übergeordnete Straße sind noch zu klären.“ Bekanntlich müsste eine nördliche Altstadtumfahrung, wie sie CDU, FDP und neuerdings auch die Linke favorisieren, Bundesstraßen-Standard haben.

Zum geförderten Wohnungsbau merkt die Stadt an, dass konsequent der Ratsbeschluss zur 30-Prozent-Klausel herangezogen wird. Dies beziehe sich auf alle Gebäudetypen, als auch auf Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser. Mit Verzicht auf den 30-Prozent-Anteil sei das wohnungs- und sozialpolitische Ziel einer Versorgung der Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum kaum erreichbar, so die Verwaltung.

Des Weiteren soll ein Projekt-Contolling durch externe Fachleute installiert werden. So will die Stadt zusätzliche finanzielle Risiken verhindern. Wie berichtet geht die Wirkungsanalyse von durchschnittlichen Mehrausgaben für Wedel über 25 Jahre in Höhe von 80.000 bis 110.000 Euro per anno für Wedel aus.

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