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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. August 2017 | 14:42 Uhr

Räume für Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Nachbarschaftshilfe: Amt sucht Unterkünfte

Das Amt Haseldorf geht bezüglich seiner Pflicht, Flüchtlinge aufzunehmen, ungewöhnliche Wege: Auf der Suche nach geeignetem Wohnraum ruft es die Bürger seiner Gemeinden Haseldorf, Haselau und Hetlingen auf, nach Unterbringungsmöglichkeiten innerhalb ihrer Höfe, Häuser und Wohnungen zu suchen. „Die Bürgermeister der Marschgemeinden bitten Sie zu prüfen, ob Sie Wohnraum für diese zu uns gekommenen Menschen bereit stellen können oder ob Sie diesen Menschen Hilfestellung bei der Eingliederung in die für sie neue Umgebung geben können“, schreibt Rolf Herrmann (CDU) als verantwortlicher Amtsvorsteher in einem offenen Brief. Und apelliert ans Mitgefühl seiner Adressaten: „Sie selbst haben vielleicht auch die eigentliche Heimat verlassen müssen, sind geflüchtet oder vertrieben worden. Sie wissen, was es bedeutet die Heimat aufzugeben und an einem neuen Ort ohne die gewohnten Gegebenheiten zu leben.“

Die meisten Kommunen stellen für die ihnen zugewiesenen Asylbewerber – das Amt Haseldorf sucht laut Herrmann Unterkünfte für fünf bis sechs Personen – Container auf. Doch das funktioniere in der Marsch nicht. Herrmann: „Hier Container aufzustellen macht keinen Sinn, weil die schlechte Infrastruktur dafür nicht geeignet ist.“ Im Moment finanziere das Amt für drei bis fünf Asylbewerber Pensionszimmer in Uetersen. Deswegen richte sich der Plan B für die kommenden Flüchtlinge ebenfalls an der besser vernetzten Nachbarstadt aus. „Wir bauen mit Uetersen zusammen Container auf“, so Herrmann.

Wer Hilfe in Form von Wohnraum oder auch bei der Eingliederung anbieten möchte, meldet sich im Bürgerbüro unter der Nummer (0 41 29) 9 79 90.


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