zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

21. August 2017 | 14:35 Uhr

Ein altes Leid : Radwege-Klatsche für Wedel

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Mieses Ergebnis des ADFC-Klimatest bestätigt Einschätzung der Politik. Handlungsbedarf ist seit langem erkannt.

Wedel | 13 Mal die Note 5, in der Gesamtwertung eine 4,2, die gerade mal für einen 18. von 21 Plätzen landesweit reichte: Im neuen ADFC-Fahrradklima-Test ist Wedel glatt durchgefallen. Ein Ergebnis, das die Politik grundsätzlich nicht überrascht, wie eine Tageblatt-Anfrage bei den Fraktionen zeigt. Durch die Bank lautet die Einschätzung: Hier gibt es Handlungsbedarf, der bereits seit langem erkannt sei.

Es sei nicht wirklich etwas vom erstellten Wedeler Radwegekonzept umgesetzt worden, sagt Grünen-Fraktionschef Olaf Wuttke – „und es gibt eine Menge Stellen, an denen etwas getan werden kann und muss“. Seine Partei habe sich für dieses Jahr vorgenommen, an konkreten Stellen für Verbesserungen zu sorgen, so Wuttke. Zudem wiederholte er die Forderung, Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung in eine Verbesserung des ÖPNV und der Radverkehrswege zu stecken.

Dies ist seit langem auch Standpunkt der Linken. Zumal jetzt die zweite Stufe dieser Gebühr im Elbebereich komme, so Fraktionschef Detlef Murphy. „Es kann nicht sein, dass an der Feldstraße ein Schutzstreifen für Radfahrer markiert wird, und damit ist das Thema dann erledigt“, so Murphy: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Fahrradweg.“

Nicht Ignoranz, sondern eher leere Kassen seien Schuld an den Zuständen, sagt Martin Schumacher, planungspolitischer Sprecher der FDP. „Denn zumindest sind gute fahrradfreundliche Planungen in den Schubladen.“ Schumacher nennt etwa die Beispiele Bahnhofstraße, für den Elbe-Radweg, die Umfahrung von Marktplatz und Mühlenstraße durch die beiden Marschtrassen.

Pflasterung des Radwegs am Breiten Weg

„Wir müssen etwas tun, und das kostet Geld“, sagt auch Manfred Eichhorn (SPD). Ein erster Schritt wäre die von seiner Partei getragene Pflasterung des Radwegs am Breiten Weg gewesen, die „abgeschmettert wurde“. Die SPD fordere weiter die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans, bei dem das Radwegekonzept als eigenes Thema mitbehandelt werde müsse.

Bereits 2003 habe seine Partei eine Verbesserung der bestehenden Verbindungen und ein alternatives Radwegeverkehrsnetz mit Verbindungen auf der Südumfahrungstrasse und über eine Mühlenteichbrücke gefordert, sagt Michael Schernikau (CDU). Es sei jedoch lange schwierig gewesen, Mehrheiten für die beiden Trassen zu finden, so der Planungsausschusschef. Mittlerweile gebe es den Aufstellungsbeschluss für den Südumgehungs-Weg. Und die aus Kostengründen gestrichene Mühlenteichbrücke werde die CDU wieder aufs Tapet bringen, so Schernikau.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 24.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen