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Vernissage in Haseldorf : Quilling, Malerei und Dekoration

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Neue Ausstellung in der Kleinen Tenne in Haseldorf wird am Sonntag eröffnet. Vier Damen stellen gemeinsam aus.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2017 | 16:15 Uhr

Haseldorf | Elegante und filigrane Engel und Sterne aus Papier auf der einen sowie großformatige, ausdrucksstarke und farbenfrohe Gemälde auf der anderen Seite – so sieht die Kombination für die neue Ausstellung in der kleinen Tenne in Haseldorf, Altenfeldsdeich 18, aus. Die Hamburgerin Angelika Rinck zeigt ihre Bilder, Heide Klüh aus Tornesch führt das alte Handwerk Quilling vor, Ursula Kolb aus Moorrege zeigt Naturprodukte für die Gesundheit und Brunhilde Schmalisch, Inhaberin der Kleinen Tenne, bietet herbstliche und weihnachtliche Dekoration an. Die Ausstellung wird am Sonntag, 12. November, um 11 Uhr eröffnet. Dann sind alle vier Künstlerinnen vor Ort.

„Das wäre ja nichts für mich“, sagt Schmalisch beim Blick auf die kleinen Papierengel und Sterne. „Das ist so filigran, da braucht man wirklich Geduld.“ Genau diese bringt Klüh seit etwa zweieinhalb Jahren auf. Ihre Tochter brachte ihr die Basteltechnik nahe, die eine lange Geschichte hat. Erste Parallelen sind bereits bei den alten Ägyptern zu erkennen. Seit der Renaissance ist Quilling als handwerkliche Kunst bekannt. „Früher wurden die Reste von geschnittenen Bibelseiten verwendet“, erläutert Klüh.

Mit der Quilling-Technik haben französische und italienische Nonnen und Mönche in der Renaissance-Zeit Buchdeckel und religiöse Elemente verziert. Mit dem Papier wurden oft eiserne Verzierungen von Kirchentoren oder anderen metallischen Elementen nachempfunden. Im 18. Jahrhundert verbreitete sich die Handwerkskunst immer stärker in Europa. Vor allem englische Ladies nutzten die Technik, um Teedosen und Möbelstücke mit Papier zu dekorieren. Die Siedler brachten schließlich Quilling nach Amerika. Dort wurden vor allem Kerzenhalter verziert.

Die Ausstellung ist am Sonntag von 11 bis 15 Uhr geöffnet. Die Gemälde von Rinck sind bis Ende Januar zu sehen. Geöffnet ist die Kleine Tenne donnerstags, freitags und sonnabends von 14 bis 18 Uhr oder nach Terminabsprache unter Telefon (0 41 29) 9 55 99 44.

„Es ist eine sinnvolle und kreative Beschäftigung“, ist Klüh überzeugt. Sie wird am Sonntag nicht nur fertige Produkte anbieten, sondern sich auch bei der Produktion über die Schulter schauen lassen.

Großformatige, ausdrucksstarke, dem expressiven Realismus und Surrealismus zugeordnete Werke sind das Markenzeichen der Hamburger Malerin und Designerin Angelika Rinck, die ihre Werke in Haseldorf ausstellt. „Die Natur“ steht im Mittelpunkt der meisten ihrer Arbeiten. „Unter bewusstem Ignorieren von Nebensächlichkeiten konzentriert sie sich ganz auf das Wesentliche, sodass ihre Bilder dadurch eine große Ausdruckskraft erlangen“, sagt Schmalisch. Rinck verzichtet bewusst auf Menschen in ihren Bildern: „Sie würden die Aura der Ruhe und Besinnlichkeit stören.“

Besinnlich soll es auch in der Kleinen Tenne zugehen. „Wir zeigen natürlich herbstliche, aber auch viel weihnachtliche Dekoration. Ich war ganz überrascht, als ich im Oktober erstmals danach gefragt wurde, dass es schon wieder soweit ist“, so Schmalisch. Sie will den Besuchern Erbsensuppe und Glögg servieren. „Ich hoffe, dass es richtig kalt wird. Sonst schalte ich die Heizung aus“, sagt Schmalisch lachend.

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