Quer durch den Mediendschungel

Die Medienvielfalt ist groß, weiß auch Gleichstellungsbeauftragte Christine Neermann.
Die Medienvielfalt ist groß, weiß auch Gleichstellungsbeauftragte Christine Neermann.

Die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Moorrege will die Kompetenz von Eltern im Umgang mit Radio, Fernsehen und Internet stärken

shz.de von
06. Juni 2014, 16:00 Uhr

Die Welt ist ein Mediendschungel: Radio, Handdy, Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Internet, Fernsehen, soziale Netzwerke. Das Angebot ist riesig und weltweit verfügbar. Eltern sind häufig überfordert, wissen nicht, wie sie ihren Kindern den richtigen Umgang mit der Informationsflut beibringen sollen. Um die Medienkompetenz in den Dörfern des Amtes Moorrege zu stärken, lädt Gleichstellungsbeauftragte Christine Neermann erstmals zu einem Vortrag mit dem Titel „Kinder und Medien“ ein. Diplom Sozialpädagogin Stella Reimers wird am Dienstag, 24. Juni, der Frage nachgehen, ob Medien gut oder schädlich für den Nachwuchs sind.

Wie unterschiedlich Eltern den Umgang mit Fernsehen, Computer und Co. handhaben, weiß Neermann aus eigenem Erleben. Als Mutter zweier Mädchen im Alter von sechs und acht Jahren kann sie es hautnah beobachten. Das Thema Internetnutzung beispielsweise spalte die Elternschaft, sagt sie. „Ich ermutige meine Tochter, im Internet zu gucken“, berichtet Neermann. Aber es gebe ganz viele Eltern, die das strikt ablehnen. So können beispielsweise Angebote wie „Mathepirat“ nicht in den Klassen genutzt werden.

Hier soll auch der Vortrag ansetzen. Ab wann ist die Nutzung von Internet, Facebook, Fernsehen und Zeitungen sinnvoll? „Kinder müssen offen erzogen werden und man darf ihnen die Welt nicht verschließen“, meint Neermann. Aber selbstverständlich müsse auch darauf geachtet werden, mit wem die Kinder und Jugendlichen chatten und auch, was sie im Netz von sich und ihrer Familie preisgeben.

Auch das Thema Werbung und der richtige Umgang damit wird thematisiert. Denn die Manipulation gibt es allerorten. Kämpfe vor dem Kühlregal um den richtigen Joghurt beispielsweise kennt Neermann hinreichend.


Eltern können Fragen stellen


Und auch Fernsehsendungen wie „Germanys Next Topmodel“ gehen an Neermanns Familie nicht vorbei. Als die Tochter sich ein Freundebuch zur Sendung wünschte, war sie erschrocken. Dort las sie die Frage: „Wie hälst du dein Idealgewicht?“. Gekauft hat sie das Buch daraufhin nicht.

Nach dem Referat haben die Teilnehmer die Möglichkeit selbst Fragen zu stellen. Der Vortrag am 24. Juni in der Aula der Grundschule Moorrege (Klinkerstraße 8) beginnt um 19 Uhr. Die Teilnahme kostet fünf Euro.

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