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Gefahren im Netz : Projekttag soll Heistmer Schulkinder aufklären

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Projekttag für Internetfrischlinge klärt Heistmer Schüler über Vorzüge und Gefahren im Netz auf. „Recht am eigenen Bild“ bewahren.

Heist | Den ganzen Vormittag vorm Copmuter rumdaddeln – wer sich aus der 4. Klasse der Grundschule Heist den Internetführerschein für Frischlinge so vorgestellt hatte, wurde enttäuscht. Den Medienpädagoginnen Lena Rosenkranz und Berenice Bischoff vom Verein „Blickwechsel“ für Medien- und Kulturpädagogik ging es mit ihrem Projekttag rund ums Internet genau um das Gegenteil: Zeit vorm Computer begrenzen, Regeln aufstellen, Gefahren erkennen und altersgerechte Medienkompetenzen erwerben. „Wir holen die Kinder dort ab, wo sie gerade stehen“, erklärte Rosenkranz.

Die Pädagoginnen zeigten sich überrascht, als einige Schüler ihnen erzählten, dass sie ohne Regeln vorm Computer sitzen. Ihr Rat an die Eltern lautet, die Kinder in dieser sensiblen Angelegenheit inhaltlich und zeitlich zu begleiten. Bedeutet: Sich auch einmal danebenzusetzen, um mitzubekommen, was der Sprössling spielt, postet und auf welchen Seiten er surft.

Um die Schüler an einen verantwortlichen und kreativen Umgang mit dem Internet heranzuführen, mussten sie während des Projekttags drei Stationen durchlaufen. Station eins beschäftigte sich mit Suchmaschinen speziell für Kinder. Im Netz stecken viele Informationen. Doch wie recherchieren Kinder zielführend und anhand welcher Kriterien können sie die gelieferten Informationen und Webseiten bewerten?

Die zweite Lernstation kam dem Spieltrieb der Schüler bereits näher: Es ging um Apps. Hier lauert nicht nur Ärger, wenn dauernde Werbung aufploppt. Apps können auch zur Kostenfalle werden. Beispielsweise wenn auf einer kostenfreien App mit dem Anklicken von speziellen Seiten doch eine Extragebühr fällig wird. Für die Kinder hieß es an dieser Station aber nicht nur lernen sondern besonders: ausprobieren und nach Herzenslust selber testen.

Das große Thema Datenschutz wurde an der dritten Station behandelt. Geklärt wurde, was mit dem „Recht am eigenen Bild“ gemeint ist und wieso mit Selfies im Netz vorsichtig umgegangen werden sollte. „Wir arbeiten präventiv, damit man nicht im Nachhinein reagieren muss“, erklärte Rosenkranz. Ein gemeinsames Plakat und zwei Klassenspiele zu den Themen Cybermobbing und Datenschutz rundeten den Projekttag ab. 

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erstellt am 04.Mär.2016 | 16:30 Uhr

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