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Umweltausschuss on Tour : Probleme auf dem Rad entdecken

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Holmer Kommunalpolitiker bei den Schrebergärtnern. Reiter missachten weiterhin Kennzeichnungspflicht.

Holm | Alle zwei Jahre schwingen sich die Mitglieder des Holmer Umweltausschusses auf ihre Fahrräder und drehen eine Besichtigungsrunde. Diesmal radelten sie über den Friedhof, zu den Dünen in den Sandbergen, zum Feuerlöschteich und zu den Schrebergärten. Im Vereinsheim der Schreber teilten sie danach ihre Eindrücke und beratschlagten, was zur Behebung erkannter Mängel notwendig sei. Die Vereinsvorstände Volker Ingla und Dirk Kawalleck bewirteten die Politiker mit Gegrilltem und Getränken.

Mehr als zwei Stunden lang dauerte die Tour, denn unterwegs wurden die Radfahrer von mehreren Regenschauern überrascht. Sie fanden jedes Mal ein trockenes Plätzchen und nutzten die Pausen, um weitere Punkte abzuarbeiten. Darunter den Antrag, einige Pfade für Reiter zu sperren. Das sei rechtlich nicht möglich, erläuterte Bürgermeister Walter Rißler (CDU), denn es handele sich um öffentliche Wege. Von denen dürfe man Reiter nicht verbannen.

Außerdem ging es um die Kennzeichnungspflicht für Reitpferde. Viele Reiter kämen dieser Aufforderung nicht nach, wurde bemängelt. Eine bessere Einhaltung der Vorschrift wird nun von Aufklärungsgesprächen mit den Reiterhöfen erhofft. Allerdings, so wandte eine Pferdebesitzerin ein, seien es keine Holmer sondern hauptsächlich auswärtige Reiter, die die Kennzeichnungspflicht missachten.

Im Heim der Schreber-Gärtner ging es dann um die Radtour-Erkenntnisse. Der Friedhof bekam gute Noten. Einige sehr ungepflegte Gräber seien inzwischen in Ordnung gebracht worden, lobte der Ausschuss.

Kleingärtner beklagen geringen Wasserdruck

Bei den Dünen interessierte vor allem die Problematik der Birken und Traubenkirschen. Rißler sicherte eine Mulchung des Bereichs für den Herbst zu. Mehr Kopfzerbrechen bereitete der Feuerlöschteich: Der Wasserstand ist zu niedrig. Der Absaugstutzen rage bereits aus dem Wasser. Außerdem hat der Freundeskreis Holmer Sportfischer eine zunehmende Verschlickung des Teichs bemängelt und als Ursache für Fischsterben angeprangert. Die Angler wünschen sich eine Teich-Ausbaggerung. Der Ausschuss einigte sich jedoch darauf, diese Aufgabe in die Verantwortung der Angler zu schieben. Gibt es dagegen Umweltbedenken? Zumindest habe die Untere Naturschutzbehörde bisher keine Einwendungen erhoben, teilte Rißler mit.

Schließlich ging es um die Kleingärten. Alle 39 Parzellen seien verpachtet. Darüber hinaus gebe es eine Warteliste, so die Auskunft des Vereinsvorstands. Allerdings gebe es mit drei Pächtern Probleme. Zu deren Lösung wurde die Hilfe der Gemeinde erbeten. Die wenigsten Pächter sind laut Vorstand Holmer, sondern sie kommen aus Hamburg, Pinneberg und Wedel. Bei Trockenheit mache mangelnder Wasserdruck den Kleingärtnern zu schaffen. „Wenn mehrere gleichzeitig bewässern, bricht die Versorgung zusammen“, so der Vorstand. Übereinstimmende Meinung im Ausschuss: Das liege wahrscheinlich an einer zu schwachen Wasserleitung auf dem Gelände. Ratschlag an die Kleingärtner: Für eine bessere Versorgung müsse sich ihr Verein mit dem Wasserbeschaffungsverband in Verbindung setzen.

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erstellt am 27.Jul.2017 | 16:00 Uhr

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