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Wedel-Schulauer Tageblatt

17. Dezember 2017 | 05:57 Uhr

Wedel : Positivbilanz zur Parkgebühr

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

85.370,60 Euro Einnahmen entsprechen den Erwartungen. Ticket-Pflicht an der Elbe ab Frühjahr.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2015 | 10:00 Uhr

Wedel | Auf den Tag genau vor einem halben Jahr hat Wedel 16 Parkschein-Automaten in der Innenstadt scharf gestellt. Was hat’s gebracht? Wie geht’s weiter? Die Stadt hat für die Zeit vom 25. August 2014 bis 31. Januar eine Bilanz vorgelegt, die sie positiv bewertet. Und sie zeigt auf, was für die nächste Stufe der Ticketpflicht-Einführung im Elbufer-Bereich gelten soll.

85.370,60 Euro: Dies ist die Summe, die Wedel bislang aus ihren silberfarbenen Ticket-Türmchen geholt hat. Entspricht 120.018 gebührenpflichtigen Parkscheinen. Dies geht aus einer Auswertung hervor, die dem Planungsausschuss in seiner Sitzung am 3. März vorliegen wird. Demnach betrug die durchschnittliche Parkdauer 1,11 Stunden. Die so genannte Brötchentaste für 15 Minuten Freiparken wurde 43.166 Mal seit 25. August gedrückt. Hochgerechnet auf ein Jahr macht das einen Einnahmeverzicht von rund 30.000 Euro, so die Verwaltung. Dennoch empfiehlt sie, die bestehende Tarifstruktur beizubehalten – inklusive Brötchentaste. Die war eine der Forderungen der Gebühren-Kritiker, an vorderster Front die Kaufleute. Ein befürchteter Missbrauch der Freiparken-Option sei ausgeblieben, so das Resümee der Verwaltung.

Darin steht außerdem, dass gemäß Hochrechnung die erwartete Einnahme aus der Gebühr realistisch sei und die Verkehrssteuerungsfunktion erfüllt werde. Wie berichtet war die Einführung immer damit begründet worden, dass Dauerparken vermieden und mehr freier Parkraum in der Innenstadt geboren werden solle. Dass die Ticket-Pflicht als Einnahmequelle in Zeiten der Haushaltsmisere dienen soll, findet sich nicht in den aufgezeigten „Zielen der Maßnahme“. 310.000 Euro auf der Habenseite prognostiziert die Stadt für 2015, 340.000 Euro für 2016 durch die Gebühr.

Die soll wie berichtet ab April oder Mai auch an der Elbe gelten. Sieben weitere Automaten wird Wedel dafür aufstellen. Wobei dort als Zielvorgabe eine Steuerung des touristischen Verkehrs angeführt ist. Tatsächlich herrschen bekanntlich an Sonntagen teils chaotische Verhältnisse rund um Parkplätze in Elbenähe.

Was dabei die Gebührenhöhe für das Tagesticket angeht: Die Stadt erteilt den politisch vorgeschlagenen acht Euro eine Absage. Aus Sicht der Verwaltung seien vier Euro angemessen, heißt es in der Vorlage. Bei acht Euro laufe die Stadt Gefahr, dass die Parkplätze nicht angenommen oder Nutzer kein Ticket ziehen würden und es auf zehn Euro Verwarnungsgeld ankommen lassen – wenn sie denn erwischt werden. Stichwort erwischt: Tatsächlich habe sich der Überwachungsaufwand durch die Automaten erhöht und werde weiter steigen, wenn auch an der Elbe Gebühren gelten. Die Verwaltung sieht die entstehenden erhöhten Personalkosten jedoch durch zu erwartende Mehreinnahmen durch Knöllchen gedeckt.

Spätestens ab Mai sollen Parkschein-Automaten auf den Parkplätzen Im Haacken, Elbmarschen und Parnaßstraße sowie an den Parkstreifen Schulauer Straße und Strandweg in Betrieb genommen werden. Gebührenzeiten sind einheitlich montags bis sonntags von 9 bis 20 Uhr. Höchstdauer: drei Stunden auf Parkplätzen, zwei Stunden auf den Parkstreifen. Tarife: je angefangene halbe Stunde 50 Cent. Auf den Parkplätzen im Haacken und Elbmarschen soll es zudem Tagestickets für vier Euro geben.
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