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Wedeler Musiktage : Positiv-Bilanz nach sechs Konzerten

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Neue Auflage geplant - die Fortsetzung der Wedeler Musiktage auch 2018 gesichert. Sieben Chöre erobern Rist-Forum Bühne.

Wedel | Das sind gute Nachrichten für Wedels Kulturlandschaft: Die zweiten Musiktage sind nach Auskunft von Organisator Martin Schumacher nicht nur seitens des Publikums ein schöner Erfolg. Auch die Kasse stimmte. Noch besser: Die Fortsetzung des Festivals im kommenden Jahr ist so gut wie gesichert. „Fast alle unsere Unterstützer, ob privat oder institutionell, haben uns schon während der Musiktage signalisiert, dass sie auch im nächsten Jahr wieder mit im Boot sind.“ So könne man in Ruhe langfristig planen.

Am Freitag ging die Veranstaltungsreihe mit ihrer zweiten Hälfte auf die Zielgrade. „The Players“ nannten die Klavier-Virtuosen Gregory Gruzman und Mathias Christian Kosel ihren Piano-Abend im Rist-Forum am Johann-Rist-Gymnasium (JRG). Musikprofessor Gruzman und Musiktage-Impresario Kosel zündeten ein Feuerwerk verschiedenster Stile und Genres der Klaviermusik, dass Akteuren wie Publikum in manchen Momenten kaum Zeit zum Luft holen blieb. Nicht nur, dass beide eindrucksvoll ihr Können mit dem Spiel von Bach bis Boogie unter Beweis stellten. In bester Loriot’scher Manier lieferten sich die Entertainer als Intermezzi humorvolle Wortgefechte und verbanden so Klassik und Komik.

Richtig voll wurde es am nächsten Tag im Rist-Forum. Zur Chornacht waren sieben Chöre und Vokal-Ensembles eingeladen, vor zahlreich erschienenem Publikum Kostproben ihres Schaffens zu präsentieren. Darunter bewährte Größen wie der Spitzerdorf-Schulauer Männerchor und das Kammerchor Wedel. Aber auch kleinere Formationen wie „Ensemble Acht“ und „Vocalion“ erfreuten mit neuer und alter Musik die Zuhörergunst. Der JRG-Oberstufenchor „Chorist“ brachte mit Pop und Rock Schwung ins Forum, wohingegen die Sängerinnen und Sänger von „Choriosum“ mit Kontrastreichem das Publikum zum Innehalten animierten. Eine Entdeckung war der Hamburger A-Cappela-Chor „Vocal Express“, der mit ausdrucksvollem Klangkörper und ausgefeilten Arrangements die Zuhörer begeisterte.

Der JRG-Oberstufenchor „Chorist“ brachte mit Pop und Rock Schwung ins Forum.
Der JRG-Oberstufenchor „Chorist“ brachte mit Pop und Rock Schwung ins Forum. Foto: Ulrich Bohling
 

Insgesamt ließ es der Abend an Vielfalt, Professionalität und Leidenschaft bei allen Beteiligten nicht mangeln. Als glanzvollen Abschluss bat Festival-Macher Kosel sämtliche Chormitglieder auf die Bühne, um unter der Leitung von Kammerchor-Leiter Valeri Krivoborodov den Gefangenenchor aus „Nabuco“ zu intonieren.

„Wir wollen mit den Musiktagen möglichst viele Menschen bewegen“, so Schumacher zum Ziel der Organisatoren. Das habe man in diesem Jahr schon ganz gut hingekriegt, sowohl in künstlerischer als auch in logistischer Hinsicht. Die Planungen für die nächsten Musiktage seien jetzt schon am Laufen. Termin sei wieder zum Frühlingsbeginn. „Die nächsten Musiktage werden mindestens genauso, wenn nicht noch attraktiver“, so Schumachers Prognose.

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erstellt am 03.Apr.2017 | 13:00 Uhr

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