Wedel : Politik setzt positives Signal in Sachen Autofähre

Kommt sie? Oder kommt sie nicht? Die neue Fähre für Wedel wird weiterhindiskutiert.
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Kommt sie? Oder kommt sie nicht? Die neue Fähre für Wedel wird weiterhindiskutiert.

Breite Mehrheit für FDP-Antrag: Die Verwaltung soll das Projekt weiter verfolgen. Bedingungen: Weitere Gutachten und null Euro aus Wedel.

shz.de von
19. Juni 2014, 16:00 Uhr

Wedel | Es brauchte, bis sich die Politik zu diesem Schritt durchgerungen hatte. Jetzt ist er getan: Mit breiter Mehrheit bei nur einer Nein-Stimme von den Linken haben die Fraktionen das positive Grundsatz-Signal zur Autofähren-Planung von „Becker Marine Systems“ gesetzt.

Der Planungsausschuss begrüßt die Initiative zur Einrichtung einer Autofähre zwischen Wedel und dem Alten Land und bittet die Verwaltung, das Projekt weiter zu verfolgen auf der Grundlage der vorgelegten Pro-Kontra-Einschätzung: Dieser Antrag von FDP-Sprecher Martin Schumacher war für fast alle konsensfähig. Einzig Linke-Ratsherr Stephan Krüger wollte klar formulierte Bedingungen, etwa eine verkehrliche Mehrbelastung der B 431 als K.O.-Kriterium. Das sei der falsche Weg, so Olaf Wuttke (Grüne). Zum jetzigen Zeitpunkt könne keiner Konzepte formulieren, was sein darf und was nicht. Es gehe vielmehr um eine grundsätzliche politische Aussage. Zudem würden eben solche offenen Fragen im Pro-Kontra-Papier der Stadt auftauchen, die weitere Gutachten für notwendig erachtet und der Politik über ihre Gespräche mit den Fähr-Planern berichten soll, so Schumacher. Mit den geforderten Gutachten würde eine gute Entscheidungsgrundlage bereitet, befand auch Ausschusschef Michael Schernikau (CDU).

Wie berichtet hatte die Stadt erklärt, die Themenbereiche Verkehr, Wirtschaftlichkeit und Arbeitsmarkt müssten genauer untersucht werden. Kostenneutral für Wedel. Auch die notwendige Infrastruktur solle nicht aus Wedels Kassen bezahlt werde, betonte nochmals Bürgermeister Niels Schmidt. Er vermisse bisher zudem eine umfassende Gesamtkostenaufstellung mit möglichen Finanzierungsmodellen über Förderwege, so Schmidt Richtung Projektplaner.

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