Plan: Neue Rettungswache

Platzprobleme in Elmshorn / Möglicher Neubau auf ehemaligem Hubschrauberlandeplatz beim Klinikum

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31. August 2018, 11:50 Uhr

Die Elmshorner Rettungswache ist voll. Sehr voll. Mehr noch: Über kurz oder lang wird es dort keinen Platz mehr für alle Rettungswagen geben. Der Grund sind die steigende Bevölkerungszahl im Kreis Pinneberg und die immer größere Zahl älterer Menschen. Zur Lösung des Problems schlagen Verantwortliche von der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) und der Kreisverwaltung einen Neubau der Wache vor. Die Entscheidung trifft die Kreispolitik.

Dass die Platzprobleme in der Rettungswache groß sind, zeigt die Belegung der Fahrzeughalle mit ihren fünf Stellplätzen. Mit einem Notarztfahrzeug, drei Rettungswagen und zwei Krankentransportwagen sowie dem Desinfektionsbereich herrscht dort schon jetzt Überfüllung. Die Reserve- und die Dienstwagen stehen bereits im Freien.

Die Elmshorner Wache ist seit 2001 in dem Gebäude untergebracht, in dem bis vor Kurzem auch die Kooperative Regionalleitstelle West untergebracht war. Die Wache ist außer für Elmshorn für weitere 13 Kommunen in den Kreisen Pinneberg und Steinburg zuständig, darunter Horst, Kiebitzreihe, Seester, Seeth-Ekholt und Seestermühe. Auch der Bereich Barmstedt mit allen umliegenden Gemeinden sowie die A 23 gehören zum Einzugsbereich. „Daneben werden die Rettungsmittel der Wache Elmshorn im gesamten Kreis Pinneberg und darüber hinaus eingesetzt“, heißt es in einem Schreiben von RKiSH-Geschäftsführer Michael Reis.

Aufgrund der Verkehrsanbindung, aber auch der Nähe zum Klinikum Elmshorn, spricht sich der Rettungsdienst für einen Neubau auf dem Gelände der bisherigen Wache aus. Die Kreisverwaltung schlägt einen Neubau auf dem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz vor. Die Kosten werden auf 3,3 Millionen Euro geschätzt. Anschließend soll das Gebäude für 25 Jahre an die RKiSH vermietet werden. Seite 9

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