Pflege, Vollmacht und Vererben

Ideen für das Programm bekommen Renate Ott-Filenius (links) und Bärbel Porschek aus der Beratung.
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Ideen für das Programm bekommen Renate Ott-Filenius (links) und Bärbel Porschek aus der Beratung.

Wedeler SoVD-Ortsverband stellt Themen für vier Vorträge vor / Zugang zum Veranstaltungsort ist barrierefrei

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27. Januar 2018, 16:00 Uhr

Vier feste Infoveranstaltungen über das Jahr verteilt, zu Beginn des Jahres per Flyer gebündelt herausgegeben, das hat sich bei der Wedeler Ortsgruppe des Sozialverbands Deutschland (SoVD) bewährt. Die Themen für ihr Angebot nehmen Bärbel Porschek, Vorsitzende, und Renate Ott-Filenius, momentan kommissarische Schatzmeisterin, aus ihrer Beratungsarbeit heraus, erzählen die beiden Programmgestalterinnen. Für jeden letzten Donnerstag im Monat lädt der Wedeler Ortsverband zur öffentlichen Sprechstunde ins Rathaus ein. „Da sehen wir, was an Fragestellungen kommt“, erläutert Porschek.

Los geht es diesmal am Donnerstag, 8. Februar, mit einem Vortrag über Verbrechensvorsorge. „Die Polizei berät: Sicherheit im Alltag – Kriminalprävention“ hat Kripobeamter und Präventionslehrer Manfred Winkler sein Referat überschrieben. „Wir hatten das Thema schon mal vor längerer Zeit und es kam sehr gut an“, berichtet Ott-Filenius. Es geht darum, Tipps und Anstoß für Verhaltensänderungen zu geben. Handtaschen zum Beispiel sollte man nie über der Schulter tragen, die zur Fahrbahnseite zeigt, und die Öffnung sollte immer innen liegen. Winkler sei ein sehr mitreißender Dozent, erzählt Porschek: „Er vermittelt das sehr anschaulich und lustig und gibt viele Beispiele.“

Am Donnerstag, 19. April, geht es ums neue Pflegestärkungsgesetz. Seit gut einem Jahr sind die drei Pflegestufen, die bisher den Pflegebedarf errechneten, in fünf Pflegegraden aufgegangen. Geistige Fähigkeiten und Alltagskompetenz spielen jetzt im differenzierteren Bewertungssystem, das zudem mit Punkten arbeitet, auch eine Rolle. Wie das komplizierte Einstufungsverfahren funktioniert, wie die Pflegekassen damit umgehen und wie in Grenzfällen ein Einspruch möglich ist, weiß Referentin Maren Freundt, Leiterin der Diakonie-Station Uetersen, nicht zuletzt aus ihrer reichen praktischen Erfahrung heraus.

Um ein hochsensibles Dauerthema geht es am Donnerstag, 20. September. Mit dem Referat von Rechtsanwalt Thomas Menzel über „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“ will der SoVD-Ortsverband dazu anregen, über das eigene Ende des Lebens nachzudenken. „Mit dem Tod möchte man sich nicht auseinandersetzen“, so Ott-Filenius, „aber es ist notwendig.“ Wer die medizinischen Entscheidungen trifft, ist dabei nur eine der vielen Fragen. Wichtig kann es auch werden, wer den Aufenthalt bestimmt, die Post öffnen darf oder gegenüber Behörden und Ämtern auftritt.

Zum Ende des Jahres geht es am Donnerstag, 8. November, noch einmal ums „Erben und Vererben“. Gerade bei den immer komplizierteren Familienkonstruktionen sei die Nachlassregelung ein Brennpunktthema, so Porschek und Ott-Filenius.

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