Gottesdienst am Elbdeich : Pfingsten unter freiem Himmel in Haselau und Holm

Zum Abendmahl stellten sich die fast 200 Besucher des Gottesdienstes in einem großen Kreis am Deich auf.
Zum Abendmahl stellten sich die fast 200 Besucher des Gottesdienstes in einem großen Kreis am Deich auf.

Hunderte Besucher kommen zu Gottesdiensten in Haselau und zum Reiterhof nach Holm.

shz.de von
22. Mai 2018, 12:15 Uhr

Holm/Haselau | Nach mehreren verregneten Jahren hat es endlich wieder am Pfingstsonntag Gottesdienste bei strahlendem Sonnenschein unter freiem Himmel gegeben. Fast 200 Gläubige kamen zum traditionellen „Open-Air-Gottesdienst am Deich“, mehr als 150 kamen zur Andacht auf dem Reiterhof von Marlis und Uwe Körner in Holm.

Wie seit Anfang 2000 hatten sich die fünf Kirchengemeinden Appen, Haselau, Haseldorf-Hetlingen, Seester und Moorrege-Heist vereinigt, um gemeinsam den Freiluft-Pfingstgottesdienst zu feiern. Dabei übernahmen in diesem Jahr die beiden Pastoren Andreas-Michael Petersen aus Haselau und Stefan Weißflog aus Moorrege die Leitung und hielten die Andacht über das zuvor erarbeitete Thema „anders?!“. Bei der Feier am Bishorster Elbdeich in Haselau wurden sie von den Pastoren Helmut Nagel aus Haseldorf und Frank Schüler aus Appen zusammen mit vielen freiwilligen Helfern der einzelnen Gemeinden und Konfirmanden unterstützt. Stühle mussten aufgestellt werden und der Altar, Kuchen wurden gebacken und Kaffee in Thermoskannen vorbereitet worden. Die Besucher waren entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Bishorster Elbdeich im Ortsteil Hohenhorst gekommen. Viele Besucher wurden mit einem Shuttle-Service vom Obsthof Deekenhörn an den Deich mit Blick auf die satten Wiesen mit grasenden Kühen und fantastischem Blick auf die Elbe gebracht.

In Holm predigte Pastorin Susanne Schmidtpott.
Körner
In Holm predigte Pastorin Susanne Schmidtpott.
 

Heiter war die Stimmung auch, weil viele Lieder gesungen wurden und so die Gottesdienstordnung auflockerten. Die Gemeinde wurde dabei schwungvoll am Keyboard von der Kirchenmusikerin Sabine Mennerich begleitet. Philosophisch und zum Nachdenken mahnend war die Predigt der Pastoren Weißflog und Petersen. Sie sprachen über den „Geist der Welt“, der oft egoistisch sei und den Menschen blind mache für alles andere. Auch verglichen sie die unzulängliche Weisheit der Menschen im Gegensatz zu der den Nächsten liebenden Weisheit Gottes. Im Wechsel lesend, stellten sie fest, dass es bei den Christen wirklich „anders“ sei. Durch die Liebe Gottes wüsste der Mensch sich geborgen, verstanden, aufgehoben geschützt und getragen, so die Geistlichen zuversichtlich.

Zwei Taufen in Holm gefeiert

Am Ende des fröhlichen und Mut machenden Fests zum Geburtstag der Kirche, strömten viele Besucher zum Kuchenbüfett und ließen sich bei einem Becher Kaffee oder Tee die Kuchen und raffinierten Obsttorten schmecken.

Nach dem Gottesdienst am Deich gab es Kaffee und Kuchen von den Helfern der Kirchengemeinden.
Nach dem Gottesdienst am Deich gab es Kaffee und Kuchen von den Helfern der Kirchengemeinden.
 

In Holm wurden mit mehr als 150 Besuchern beim dritten Freiluftgottesdienst alle Erwartungen übertroffen. Die Botschaft von Pastorin Susanne Schmidtpott lautete: „Mehr an gegenseitigem Verständnis, Liebe und gegenseitiger Hilfe, weniger Egoismus und Ausgrenzung anderer Menschen.“ Gepredigt wurde in einem ehemaligen Güllebehälter, der heute als Reithalle benutzt wird. Die Andacht wurde teilweise von Konfirmanden mitgestaltet und es kamen Leuchtstäbe und Seifenblasenmaschinen zum Einsatz, um den Heiligen Geist modern zu interpretieren. Höhepunkt der fröhlichen Feier in der mit vielen Blumen geschmückten Halle waren zwei Taufen. Denn auch zu Pfingsten tauften die Jünger 50 Tage nach Ostern die ersten Christen. Getauft wurden Marima Behlau (13) und Johannes Reinhardt (2). Musikalisch umrahmt wurde der Morgen von den Holmer Jagdhornbläsern um Detlef Kleinwort.


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