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Wedel-Schulauer Tageblatt

15. Dezember 2017 | 11:25 Uhr

Pfingstandacht in der Apfelhalle

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Gute Resonanz Wegen des schlechten Wetters wurde der Gottesdienst vom Elbdeich auf den Hof von Georg Kleinwort verlegt

Als die Seester Pastorin Bettina Feddersen am Sonntag in der Früh ihre Augen öffnete, hörte sie draußen den Regen rauschen. Das passt doch zum Pfingstfest und seiner Bedeutung „Ausgießung des heiligen Geistes“, dachte sie sich und eröffnete später mit diesen Worten den traditionellen „Open-Air-Gottesdienst am Deich“. Der fand auf Grund des Regens in diesem Jahr wieder in der großen Apfel-Lagerhalle auf dem Obsthof Deekenhörn der Familie Georg Kleinwort vor mehr als 150 Besuchern statt.

Da die beiden Pastoren Stefan Weißflog aus Moorrege-Heist und Feddersen, die in diesem Jahr die Leitung der Open-Air-Veranstaltung gemeinsam übernommen hatten, den Gottesdienst unter das vieldeutige Motto „Alles im Fluss“ gestellt hatten, passte der Regen einerseits zum Thema, aber ein wenig fehlte auch der Anblick der fließenden Elbe am Deich vor Bishorst. Es ist aber nicht im Sinne des christlichen Glaubens, verpassten Chancen lange nachzutrauern, sondern das Hier und Jetzt zu genießen.

Der Meinung waren auch die anderen Pastoren der fünf Gemeinden mit Andreas Petersen aus Haselau, Helmut Nagel aus Haseldorf  /  Hetlingen, Frank Schüler aus Appen und Vivian Reimann-Clausen sowie Maria von Bar, Moorrege- Heist, die alle zusammen mit ihren vielen Helfern und Kuchenbäckern seit Jahren einen der schönsten Gottesdienste der Region gestalten. Er lebt durch seinen ungezwungenen Umgang von Pastoren und Gläubigen, durch Heiterkeit und das unkonventionelle Ambiente am Elbeich oder eben die bis unter die Decke gestapelten Apfelkisten.

Da gab es auch schon mal eine kleine Pause während des Gottesdienstes, in der die Gäste die Chance auf einen kurzen Austausch mit ihren Nachbarn hatten. Das ist auch die Botschaft des Pfingstfests, so wie sie Feddersen und Weißflog mit bildreichen und mahnenden Worten deutlich machten: Nämlich miteinander zu sprechen, sich anzuschauen, dem anderen zuzuhören, geduldig zu sein, zu helfen und verständnisvoll und liebevoll im Umgang mit seinen Mitmenschen zu sein. Es ist die Botschaft des Friedens, die zurzeit auf der ganzen Welt wichtiger denn je sei, so Weißflog.

Die Andacht wurde musikalisch vom Organisten Jochen Berchtenbreiter begleitet, der extra aus Bayern angereist war. Die Zusammenkunft klang mit Klönschnack bei Kaffee und Kuchen aus.

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