Schulkindbetreuung in Wedel : Pestalozzischule: Gut angekommen im neuen Hort

Freuen sich über den gute Start des neuen Angebots: Elternvertreter Stefan Schröder (v. l.), die Gruppenleiterinnen Anna Ravn und Kristin Amedick, Bürgermeister Niels Schmidt und Eike Binge, Koordinatorin für die Schulkindbetreuung in der Verwaltung.
Freuen sich über den gute Start des neuen Angebots: Elternvertreter Stefan Schröder (v. l.), die Gruppenleiterinnen Anna Ravn und Kristin Amedick, Bürgermeister Niels Schmidt und Eike Binge, Koordinatorin für die Schulkindbetreuung in der Verwaltung.

Drei Gruppen mit 66 Kindern in der Pestalozzischule etabliert. Weitere Kapazitäten am Standort.

shz.de von
23. März 2017, 14:00 Uhr

Wedel | Auf der einen Seite ungenutzte Kapazitäten, weil die Förderschule zum Auslaufmodell erklärt wurde, auf der anderen Seite dringender Bedarf an Schulkindbetreuung und zu wenig Raum, um dem nachzukommen: Wedel hat eins im Autal und eins am Breiten Weg zusammengezählt. Herausgekommen ist ein neuer Standort für die Betreuung nach dem Regelunterricht, der nach Einschätzung von Verwaltung, Mitarbeiterinnen und Elternvertretern einen guten Start hingelegt hat.

Aktuell 66 Jungen und Mädchen, drei Gruppen, sechs Betreuerinnen, 85  000 Euro, um das möglich zu machen: Vier entscheidende Zahlen für die neue Errungenschaft, die Entlastung für Eltern schaffen soll. Und eine fünfte, die zeigt, dass noch Luft nach oben ist: Durch Renovierung, Umbau und Erneuerung von Kassen und Fachräumen, Schaffung von Küche, Garderobe und Büro sind insgesamt fünf Gruppenräume in der Pestalozzischule nutzbar, jeweils ausgestattet mit Rückzugsecken, Teppich und Sofa.

Mit dem riesigen Außengelände, großer Sporthalle sowie Kicker-, Tischtennis- und Billardtischen biete der Standort Vorzüge, die die Kinder gern und dankbar nutzen, weiß Eike Binge, bei der Stadt zuständig für die Schulkindbetreuung. Auch der räumliche Abstand zwischen Moorwegschule und dem neuen Betreuungsstandort habe sich als positiv erwiesen. „Die Kinder genießen es, auch mal weg von der Schule zu kommen, schalten ab. Es ist ein pädagogischer Schulweg geworden“, sagt Binge.

Arbeit mit qualifiziertem Personal

Es habe aufgrund des räumlichen Abstands im Vorweg große Bedenken bei Eltern gegeben, dass am Ende lediglich „betreutes Wandern“ stattfinde, so Elternvertreter Stefan Schröder. Tatsächlich sei die Zeit, die neben Essen und Hausaufgaben dann noch zum Spielen bleibt, bei einer Betreuung bis 14.15 Uhr laut knapp, berichtete eine Mutter. Teils hätten die Eltern reagiert und die Zeit ausgeweitet. Maximal bis 16.15 Uhr können die Jungen und Mädchen in der Pestalozzischule bleiben. Der Regelbeitrag für dieses Betreuungsfenster liegt bei 140 Euro monatlich für das erste Kind.

„Die Stadt tut eine Menge, und das mit hoher Qualität“, lobte Schröder das Betreuungsangebot. Überzeugend sei auch, dass Wedel mit ausgebildeten Erziehern arbeite. „Wir sind froh, trotz des Fachkräftemangels und der Arbeitsmarktlage in diesem Bereich qualifiziertes Personal bekommen zu haben“, so Bürgermeister Niels Schmidt.

Aktuell hat die Stadt für den laufenden Betrieb der Schulkindbetreuung 1,4 Millionen Euro im Haushalt veranschlagt. Von den Beginnen 1992 mit einer Gruppe an der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) ist das Angebot auf derzeit 13 Gruppen für 360 Kinder angewachsen. Hinzu kommt der mittlerweile gebundene Ganztagsbetrieb an der ASS. Damit seien 60 Prozent der Wedeler Grundschüler nach dem Unterrichtsschluss in Betreuung, so Burkhard Springer, Fachbereichsleiter Bildung, Kultur und Sport.

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