Perspektiven für den Verkehrsfluss

Verwaltung will Flächen an der Einmündung Autal für Straßenbau sichern / CDU fordert zeitnahen Kreiselbau im Norden

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21. Juni 2018, 16:00 Uhr

An zwei Stellen in Wedel soll der Planungsausschuss in seiner nächsten Sitzung Pflöcke einschlagen, die die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur sichern sollen. Die Rede ist von den Kreuzungen B 431 / Rudolf-Breitscheid-Straße / Autal und Pinneberger Straße / Steinberg / Marienhof. Zwei weit entfernte Verkehrsknoten, die eines eint: Beide liegen auf der Nordumfahrungstrasse und sind Teil der Planung für die B 431-Verlegung.

Zentral bei der Umfahrungsplanung und dementsprechend auch dezidiert damit begründet ist der Beschlussvorschlag der Verwaltung für eine Änderung des B-Plans 30 „Rosengarten“, die für die südliche Einmündung in die Straße Autal gilt. Knackpunkt ist ein aktuell vorliegender Bauantrag für Grundstücke, die sich die Stadt als Verkehrsflächen offenhalten will. Konkret geht es um das Areal östlich der Einmündung in die Straße Autal. Laut Vorlage werden die Flächen für den Ausbau der Kreuzung benötigt. Dieser wiederum gilt als eine der wesentlichen Voraussetzungen für eine funktionierende Umfahrung.

Die Stadt will die entsprechenden Flurstücke daher ganz beziehungsweise teilweise als Straßenverkehrsflächen festsetzen. Ein Prozedere, das das angezeigte Bauvorhaben blockiert. Derzeit sieht der B-Plan dort Mischgebiet, also Baulandflächen vor. Ohne Änderung hätte Wedel keine Möglichkeit, auf Flächen, die für den Kreuzungsausbau erworben werden müssen, zuzugreifen, heißt es in der Beschlussvorlage.

Auf den zweiten Knoten im Norden Wedels zielt ein Antrag der CDU. Die Christdemokraten wollen Pläne von 2009 auf der Prioritätenliste der Stadt für Verkehrsprojekte nach vorn bringen und die Planung für den beschlossenen Kreisverkehr im Zuge der Pinneberger Straße einleiten. Grund ist tatsächlicher und zu erwartender Mehrverkehr durch erfolgte und zu erwartende Nachverdichtungen im Norden der Stadt. „Verschiedene Baumaßnahmen der jüngsten Vergangenheit haben eindrucksvoll belegt, dass die bestehende Kreuzungssituation nicht in der Lage ist, diesen Verkehr sinnvoll auf die Verkehrsachse Pinneberger Straße / Breiter Weg / Autal einzuleiten“, heißt es im CDU-Antrag. Ebenfalls als Argument angeführt ist die geplante Erweiterung des Nahversorgungszentrums am Marienhof mit Edeka und Aldi.

Bis zur Realisierung des Kreisels solle zudem die Ampelphase an der Kreuzung so angepasst werden, dass zu Hauptverkehrszeiten sowohl die Schulwegsicherung als auch der Verkehrsfluss Richtung Pinneberg gewährleistet sind. In dem Zusammenhang soll zudem der Linksabbiegerverkehr aus der Pinneberger Straße in den Breiten Weg verbessert werden.

Der Planungsausschuss tagt am 26. Juni ab 18 Uhr im Ratssaal.

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