Wedeler Unternehmen expandiert : Pentosin investiert in China

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD, von links) ließ sich von Henrik Niemeyer und Jürgen Niemax über die Leistungsfähigkeit des Wedeler Spezialherstellers aufklären.
Ministerpräsident Torsten Albig (SPD, von links) ließ sich von Henrik Niemeyer und Jürgen Niemax über die Leistungsfähigkeit des Wedeler Spezialherstellers aufklären.

Die Firma will eine neue Tochtergesellschaft gründen. 20 neue Arbeitsplätze sollen in Asien entstehen. Unterstützung kommt von der Landesregierung.

shz.de von
10. September 2013, 16:00 Uhr

Das Wedeler Unternehmen Pentosin beabsichtigt, eine Tochtergesellschaft in China zu gründen. Die Grundsteinlegung fällt in die Asien-Reise einer Wirtschaftsdelegation der Landesregierung im November. Bei einem Besuch im Wedeler Stammhaus ließ sich Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) bereits vorab über die Leistungsfähigkeit des international agierenden Spezialherstellers von Hightech-Schmierstoffen für die Automobilindustrie und andere Industriesparten aufklären.

Der Ministerpräsident wollte genau wissen, wie sich das mittelständische Unternehmen über Jahrzehnte gegen die großen Mineralölkonzerne behaupten konnte. „Schnelle Entscheidungswege, hohe Flexibilität, engagierte Mitarbeiter und Kooperationen mit Partnern in vielen Ländern der Welt“ waren vier der Gründe, mit denen Pentosin nach Auskunft seiner Chefs punktet.


Bis zu 20 Arbeitsplätze sollen entstehen


Jetzt soll auch auf dem wachsenden Markt in China das Konzept Pentosins überzeugen. „Wir sind stolz darauf, dass wir nicht nur mit den deutschen Automobilherstellern, sondern auch mit den chinesischen Konzernen sprechen“, sagt Jürgen Niemax, Geschäftsführender Gesellschafter. Er ist seit mehr als 50 Jahren im Geschäft aktiv und wird gemeinsam mit dem Geschäftsführer Henrik Niemeyer auch die China-Reise der Landesregierung begleiten.

„Seit mehreren Jahren bildet Pentosin in verschiedenen Fachbereichen junge Leute aus, die teilweise über  Informationsveranstaltungen Wedeler Schulen im Hause Pentosin eine Ausbildung beginnen“, sagt Niemeyer. Knapp 150 Mitarbeiter zählen zurzeit zum Unternehmen, das kontinuierlich seine Produkte weiterentwickelt und in neue Anlagen investiert. Neben dem Werk in Wedel wird auch in Dormagen (Nordrhein-Westfalen) produziert.

2001 gründete Pentosin ein Tochterunternehmen in Brasilien. Mit China wäre der dritte Kontinent direkt eingebunden. Bis zu 20 Mitarbeiter sollen dort ab 2017 Spezialflüssigkeiten für die Automobilindustrie produzieren. Aber das Herz des Betriebes bleibt in Wedel. Dieses Versprechen hört der Ministerpräsident des Landes natürlich gern.

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