zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Dezember 2017 | 21:38 Uhr

Patt für SPD und CDU in Wedel

vom

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Wedel/Pinneberg | Klarer Wahlsieg für Wedels SPD: Mit 35,3 Prozent - einem Plus von 7,1 Punkten - ließen die Sozialdemokraten die CDU (33,1 Prozent) hinter sich, die bislang stärkste Kraft war. Im Rat herrscht für die großen Volksparteien allerdings nur Gleichstand mit je elf Sitzen. Die Grünen verbesserten ihr Ergebnis von 2008 um 0,4 Punkte auf 17,1 Prozent, entspricht fünf Sitzen. Wahlverlierer ist die FDP mit einem Minus von 4,6 Punkten auf 7,6 Prozent. Wie die Linke (6,9 Prozent) erhält sie zwei Sitze. Die Wahlbeteiligung in Wedel war mit 40,1 Prozent erneut schwach.

Im Kreis Pinneberg ist die CDU bei den Kreistagswahlen stärkste Kraft geblieben. Die Christdemokraten haben im Vergleich zu den Kommunalwahlen 2008 mit 0,3 Punkten allerdings nur schwach zugelegt und kamen auf 39,1 Prozent. "Das Grundziel, stärkste Fraktion im Kreistag zu bleiben, haben wir erreicht", kommentierte CDU-Fraktionschefin Heike Beukelmann das Abschneiden ihrer Partei. Die CDU wird im kommenden Kreistag mit 20 Sitzen vertreten sein. Deutlicher zugelegt hat die SPD, die 31 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte (2008: 27,8 Prozent). Fraktionschef Hans-Helmut Birke: "Mit dem Zuwachs von 3,2 Punkten können wir zufrieden sein. Die Sozialdemokraten erhalten 15 Sitze.

Drittstärkste Kraft mit acht Sitzen sind Bündnis 90/Die Grünen. Sie kamen auf 15,6 Prozent der Stimmen und legten im Vergleich zu 2008 um 2,9 Punkte zu. "Ich habe mit leichten Stimmenzuwächsen gerechnet, weil wir eine gute Politik in den vergangenen fünf Jahren gemacht haben", so Grünen-Frontmann Thomas Giese.

Katerstimmung bei der FDP: Die Liberalen büßen 50 Prozent der Sitze im Kreistag ein. 5,9 Prozent (2008: 11,1 Prozent) reichen nur noch für drei Vertreter. Kreisparteichef Günther Hildebrand zeigte sich enttäuscht, sagte aber dennoch : "Wir sind auf einem normalen FDP-Niveau angelangt. Das Ergebnis vor fünf Jahren war ein Sonderfall."

Die Wählergemeinschaft KWGP wird künftig statt mit drei Politikern nur noch mit einem Mitglied im Kreistag vertreten sein. Sie büßte 1,2 Punkte ein und kam auf 2,6 Prozent. KWGP-Chef Burkhard Schalhorn war mit dem Ergebnis nicht zufrieden: "Ich bin enttäuscht, ich hatte gehofft, wir hätten unseren alten Status halten können. Aber das liegt auch an der geringen Wahlbeteiligung."

Ebenso nur noch mit einem Mitglied vertreten ist die Partei die Linke. Sie vereinte 2,5 Prozent der Stimmen auf sich (2008: 5,8 Prozent). Auch die Piraten schafften es in den Pinneberger Kreistag. Bei ihrem Wahl-Debüt erzielten sie 2,2 Prozent. Das reicht für einen Sitz. "Wir sind im Kreistag. Das ist super", so Sven Lange.

Landesweit ist die CDU trotz leichter Verluste erneut als stärkste Kraft aus den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein hervorgegangen. Nach einer Schätzung der Landeswahlleitung kam die Union auf 37,5 (2008: 38,6) Prozent. Ein Jahr nach der Landtagswahl erhalten die drei Regierungsparteien SPD, Grüne und SSW (Südschleswigscher Wählerverband) ein eher mäßiges "Zwischenzeugnis". Sie kamen auf insgesamt 46,7 Prozent, 1,5 Punkte weniger als bei der Landtagswahl mit 48,2 Prozent.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen