Haseldorf : Passionskonzert in der Haseldorfer St.-Gabriel-Kirche

Karfreitag gibt es in der Haseldorfer St.-Gabriel-Kirche ein außergewöhnliches Passionskonzert.

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02. April 2015, 14:30 Uhr

Haseldorf | Zu einem Karfreitagskonzert lädt Haseldorfs Kantor Jörg Dehmel ein. Es wird in der St.-Gabriel-Kirche am Schlosspark eine Johannespassion nach Dietrich Buxtehude aufgeführt. „Sie kennen Sie nicht? Das ist kein Wunder. Es gibt sie eigentlich gar nicht“, erklärt Dehmel. Ähnlich wie bei der 2014 aufgeführten Lukaspassion nach Johann Sebastian Bach wurden Teile verschiedener Werke Buxtehudes umtextiert und zu einer Johannespassion zusammengestellt.

Eine solche Vorgehensweise sei in der Barockzeit nicht ungewöhnlich gewesen, betont Dehmel. Im Gegensatz zu Bachs Passionen gibt es außer dem Eingang- und dem Schlusschor keine Arien oder Choräle. Dies entspricht der äußeren Form der Passionswerke im 17. Jahrhundert, wie sie heutzutage noch durch die Passionen Heinrich Schützens bekannt ist.

Einführen wird in das Konzert die ehemalige Pröpstin Monika Schwinge, die seit Jahren eng mit Dehmel zusammenarbeitet. Mitwirkende sind neben Dehmel (Leitung und Cembalo) die Solisten Johanna Mohr (Sopran), Gabriele Wunderer (Alt) und Malte Schulz (Bass) sowie der Chor Cantate, Appen / Moorrege, Ute Dehmel und Britta Hinrich, Blockflöte, Erdmute Ruland und Dorothea Geiger, Violine, Ulrich Meyberg, Viola sowie Angelika Buchholz, Viola da gamba.

Buxtehude ist der bedeutendste Komponist in Norddeutschland im 17. Jahrhundert und gehört zu den Lieblingskomponisten Dehmels. Er organisierte sogenannte Abendmusiken, für deren Durchführung er beträchtliche Geldmittel einwarb. „Buxtehude ist also nicht nur der Begründer der evangelischen Kirchenkonzerte, sondern auch der Erfinder des modernen Sponsoring“, so Dehmel. Das Konzert beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt beträgt 15 Euro, Kinder können wie immer kostenlos zuhören.

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