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Benefiz-Abend in der Villa : Party-Nacht mit ernstem Anlass

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Green Chilli, Carina Trapp und Daniel Blohm sowie Florence Mbakwe treten für abgeschobene Familie auf

Wedel | Latin, Reggae und Salsa stehen normalerweise für Lebensfreude und Party. Doch wurde Nancy Gomez-Juse bei der von ihr organisierten „Dance Night“ in der Wedeler Villa ernst. Kurzfristig hatte sie den Spendenzweck für die Einnahmen geändert. „Ich brauche Geld für meine Projekte, weil mein Mann nicht alles bezahlen kann, aber wir müssen der Familie helfen“, sagte Gomez-Juse. Damit meine sie eine serbische Familie, die nach fünf Jahren in Wedel vor zwei Wochen nach Serbien abgeschoben wurde.

„Sie sitzen dort in einem Zimmer und haben nichts“, beschrieb Gomez-Juse die Situation. „Wir wollen, dass sie sich einen Ofen kaufen können. Sie sollen sich etwas zu essen leisten können. Es ist Weihnachten und die Familie hat drei kleine Kinder“, erläuterte Gomez-Juse.

Kurzfristige Umwidmung

Daher hatte sie entschieden, statt ihre eigenen Initiativen wie die „Internationale Kindertanzgruppe Wedel“, das Projekt „Rona Latina Wedel“ und „Casita de la Cultura“, ein Jugend- und Kommunikationsraum in Rafael (Chile) zu unterstützen, den Gewinn aus der Benefiz-Veranstaltung nach Serbien zu überweisen. „In diesem Moment steht diese Sache im Vordergrund“, so Gomez-Juse.

Eröffnet wurde die „Dance Night“ vom Tanzpaar Carina Trapp und Daniel Blohm, die die Besucher mit ihrem gefühlvollen Tango beeindruckten. Anschließend heizte Florence Mbakwe den Zuschauern in der Villa mit ihrer afrokubanischen Tanzeinlage ein. „Sie hat bei mir getanzt und macht jetzt eine Ausbildung zur Tanzpädagogin“, freute sich Gomez-Juse. Doch den Wunsch nach einer Zugabe erfüllte sie nicht, denn nach einer kurzen Pause stand sie mit der Band „Green Chilli“ auf der Bühne. Gomez-Juse übernahm den Bass, ihr Sohn – Künstlername: Indio – sang und spielte Mundharmonika, ihr Mann Achim Juse spielte Gitarre, Parvis Jonzdani Schlagzeug und Sophie Sellhorn unterstütze als Backroundsängerin.

Gegründet wurde das Musikprojekt 2011. Für das Benefiz-Konzert hatten sie eine Mischung aus Oldies, Reggae und Latin-Rock zusammengestellt. „90 Prozent der Stücke sind heute Coversongs“, erläuterte Achim Juse. Hits wie „Cocaine“ von Eric Clapton und „Sweet Home Alabama“, einer der weltweit am häufigsten gecoverten Songs, sorgten schon ab dem ersten Stück dafür, dass der Saal der Villa zur Tanzfläche wurde. Was sich bis in den frühen Sonntagmorgen nicht änderte. Alles für den guten Zweck.

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