Holm : Party-Bus und neue Skater-Anlage

Für das von ihnen entwickelte und gebaute Modell bekamen Hendrik (v. l.), Jugendpfleger Sven Kahns, Elias und Leo ein Lob vom Bürgermeister.
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Für das von ihnen entwickelte und gebaute Modell bekamen Hendrik (v. l.), Jugendpfleger Sven Kahns, Elias und Leo ein Lob vom Bürgermeister.

Bei der Jugendvollversammlung in Holm stellten 17 Kinder und Jugendliche ihre Wünsche den Kommunalpolitikern vor.

shz.de von
08. Mai 2015, 16:00 Uhr

Holm | Mit neuen Ideen haben sich Kommunalpolitiker während der Jugendvollversammlung der Gemeinde Holm am Mittwochabend versorgen können. Während 2014 nur fünf Teenager kamen, folgten diesmal 17 Kinder und Jugendliche der Einladung von Bürgermeister Walter Rißler (CDU). Auf dem Wunschzettel: Ein Freizeitanlage mit neuer Skater-Anlage, Basketball-Feld, Chill-Ecke, Grill- und Bolzplatz sowie ein Party-Bus der Linie 589, der ab Wedel nachts um 3 Uhr durch die Dörfer tourt, um Feiermüde nach Hause zu bringen.

In Holm leben derzeit etwa 600 Kinder und Jugendliche im Alter bis 18 Jahren, von denen 228 im Alter von zwölf bis 18 Jahren eingeladen waren. Neben Bürgermeister Rißler waren auch die Fraktionschefs Tobias Zeitler (CDU) und Dietmar Voswinkel (SPD) sowie weitere Kommunalpolitiker und Vertreter der Jugendfeuerwehr und des TSV Holms anwesend.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Neugestaltung der Freizeitanlage. Sie ist bisher am Rand der Holmer Sandberge hinter den Sportanlagen angesiedelt und soll nun auf Wunsch der Baseball-Abteilung des TSV verlagert werden, um ein liga-taugliches Spielfeld erstellen zu können. Eine Ausweichfläche ist bereits ausgeguckt: Hinter den Tennisplätzen, Richtung Dorf. Wie das Areal gestaltet werden könnte, damit hatten sich Kinder und Jugendliche bereits gemeinsam mit Jugendpfleger Sven Kahns Gedanken gemacht. Hendrik, Elias und Leo, alle 13 Jahre alt, hatten zu dem Treffen ein Modell gebaut. Dafür kassierten sie von Rißler ein dickes Lob: „Es überzeugt ganz anders, als wenn man nur Pläne hat.“ Allerdings bezeichnete er den Entwurf auch als sehr großzügig. Das Modell soll den Kommunalpolitikern während der nächsten Bauausschusssitzung am 3. Juni vorgestellt werden, die Verwaltung mögliche Kosten ermitteln.

Eine Diskussion gab es um die alte Half-Pipe für Skater. „Sie ist zu schwer für Anfänger und zu leicht für Könner“, sagte Kahns. Und sang ein Loblied auf die im September 2013 eingeweihte Skater-Bahn im Nachbardorf Heist. Die knapp vier Kilometer vom Holmer Jugendhaus entfernt liegende 70  000 Euro teure Anlage wurde mit 33  000 Euro aus dem EU-Fördertopf der AktivRegion subventioniert, sonst hätte Heist sie sich nicht leisten können. Ein Teenager fragte: „Wer kennt eigentlich jemanden, der die Halfpipe benutzt? Wenn ich da bin, sehe ich niemanden.“ Eine Antwort darauf gab es nicht.

Aus diesem EU-Fördertopf will sich auch Rißler bedienen. Deshalb macht er dem Nachwuchs keine Hoffnung auf Realisierung vor 2016. „Aber das passt wunderbar in das neue Konzept der AktivRegion, und es ist sinnvoll, nicht nur ein kleines Ding zu bauen.“ Wegen knapper Kassen hatte die Gemeindevertretung zum neuen Haushaltsjahr die Grund- und Gewerbesteuern abermals angehoben. Das hatte 35  000 Euro ins Gemeindesäckel gespült.

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