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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. Oktober 2017 | 14:32 Uhr

Wedel : Paradies für Natur und Mensch

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Bau der Wassererlebniszone an Wedeler Au hat begonnen: Die JRG-Schüler AG unterstützt das Regionalpark-Projekt „Natur für alle“.

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Sie ist die Wasserader des Regionalparks und ihre Namensgeberin – die Wedeler Au. Sie ist wertvoller Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten und als Ausflugsziel für Besucher ein Schmuckstück. Doch die Wasserqualität und ihr Nutzen als Biotop für heimische Lebewesen könnte größer sein.

Die Einrichtung einer Wassererlebniszone soll hier ansetzen und gleichzeitig die Artenvielfalt und den Wert des Areals zur Naherholung für Besucher steigern.

Unterstützung erhält das Projekt des Regionalparks Wedeler Au von zehn naturbegeisterten Schülern des Johann-Rist-Gymnasiums (JRG). Gemeinsam mit dem Verein und unterstützt von Lehrerin Heike Purnhagen entwickelten die Schüler der Stufen sieben bis zwölf Infotafeln, die dem Besucher zeigen, welche Tiere und Pflanzen es an seinem Standort zu entdecken gibt.

Im Herbst werden die vier Tafeln aufgestellt, rechtzeitig zur Einweihung der Wassererlebniszone. Bis dahin wird eine Kiesfläche mit Baumstämmen und Findlingen entstehen. Stege sollen einen barrierefreien Zugang zum Ufer bieten. Und Kiesbänke und Störsteine sorgen für Bachschlingen, die das Gewässer zusätzlich in Bewegung halten sollen.

„Wir setzen auf die Kräfte der Natur“, erklärt Regionalpark Geschäftsführerin Barbara Engelschall. Ob die Arbeiten an dem 120 Meter langen Uferabschnitt der Au zu mehr Fließgeschwindigkeit und zum Mäandern des Bach führen, wird sich irgendwann zeigen. „Dies wird auch nicht der letzte Schritt sein,“ so Engelschall über das aktuelle Bauprojekt.

Für die Besucher des Parks wird es auf jeden Fall bald mehr zu sehen geben. Durch Stege über die Feuchtgebiete, eine Brücke und eine flache Kiesfläche im Osten, den zukünftigen Wassererlebnisplatz, entstehen Zugänge zum Gewässer, begehbare Plätze zum Gucken und Verweilen für Naturfreunde jeden Alters, auch für solche mit Einschränkungen in ihrer Mobilität.

Bevor es richtig losgehen kann mit der Uferneugestaltung muss allerdings noch Erde an der Wechselwasserzone (grün unterlegter Bereich, links, Grafik) abgetragen werden. Das Gebiet der Au gehört zur Altlastenverdachtsfläche und ist vermutlich durch Ziegel und Teerreste verschmutzt. Auf einer Freistelle wird die Erde zwischengelagert, dann werden Proben analysiert und entschieden, wie der abgetragene Boden entsorgt werden muss.

Die Baukosten von etwa 110 000 Euro werden zur Hälfte aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.

In sechs Wochen soll alles fertig sein. Dann kann Mitten im Naturschutzgebiet ein Biotop entstehen, dass Mensch, Tier und Pflanze im besten Fall respektvoll gemeinsam und nutzen.

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