Ordnung für Wedels wilden Osten

Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich von der Rissener Straße bis an die Feldstraße. Im Osten ist es durch die Industriestraße, im Westen durch die Wohnbebauung begrenzt.
Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich von der Rissener Straße bis an die Feldstraße. Im Osten ist es durch die Industriestraße, im Westen durch die Wohnbebauung begrenzt.

Gewerbegebiet Kronskamp soll aufgewertet werden

shz.de von
15. September 2018, 16:00 Uhr

Das Gewerbegebiet rund um den Kronskamp: Wedels wilder Osten. Hochwertiges Gewerbe steht neben Kleinstbetrieben, Publikumsmagnete neben Ruinen und Brachflächen, Industriebetriebe mit Immissionen neben Wohnhäusern. Dazu kommen unübersichtliche Straßeneinmündungen und Radwegeführungen. Nicht von ungefähr spricht die Verwaltung von „offensichtlichen städtebaulich-gestalterischen und räumlich-funktionalen Mängeln im Gebiet“. Und das in Wedels Entree aus Richtung Hamburg. Wedel will es nicht länger bei der traurigen Zustandsbeschreibung lassen, sondern Ordnung ins Chaos bringen.

Einstimmig hat der Hauptausschuss eine städtebauliche und nutzungsstrukturelle Untersuchung des Gebiets beschlossen. Sie soll eine Analyse von Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken liefern und Grundlage für die Entwicklung eines Maßnahmenkonzepts für das Gesamt-Areal sein. Dabei hofft die Stadt auf Kooperation der betroffenen Betriebe und Unternehmen. Wesentlicher Bestandteil der Analyse soll eine Befragung der ansässigen Gewerbetreibenden und Grundstückseigentümer sein. Von ihr erhofft sich die Stadt eine Mitwirkungsbereitschaft der Betroffene und ein Signal für die Aufwertung des Gebiets.


Gebiet umfasst heiß diskutierte Grundstücke

Tatsächlich zeigt die Betrachtung des zu untersuchenden Bereichs, der sich von der Rissener Straße bis zur nördlichen Feldstraße erstreckt, dass gleich mehrere heiß diskutierte Immobilien und Unternehmen im umrissenen Gebiet liegen. Beispiele, die in jüngerer Zeit für Schlagzeilen sorgten, sind das ehemalige Possehl-Gelände, auf dem die Politik nach mehreren Anläufen die Ansiedlung eines Baumarkts verhindert hat, die Brandruine des ehemaligen Maxx-Komplexes und die Bötel-Flächen, auf denen Entsorgungsriese Remondis eingestiegen ist und die GAB ganz aktuell einen Recyclinghof nach Vorbild von Tornesch-Ahrenlohe plant.
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