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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. August 2017 | 05:28 Uhr

Haseldorf : Opernaufführung für den Kantor

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Jörg Dehmel ist seit 30 Jahren Kantor und Organist an St. Gabriel. Statt eines Empfangs gibt es Orpheus und Eurydike von Gluck.

Haseldorf | Seit drei Jahrzehnten prägt Jörg Dehmel die Kirchenmusiklandschaft in der Region. Das soll am Sonntag, 5. Oktober, gefeiert werden. Natürlich nicht mit einem Empfang, sondern musikalisch. Der Organist und Kantor an der St.-Gabriel-Kirche am Haseldorfer Schlosspark bittet ab 18 Uhr zu einer Neuauflage von „Orpheus und Eurydike“ des Komponisten Christoph Willibald Gluck. Die deutschsprachige Oper in konzertanter Aufführung findet in der Reihe „Musik und Theologie im Dialog“ statt, die vor Jahren von Dehmel ins Leben gerufen wurde. Musikalische Motive und Theologie werden darin verbunden.

Sich feiern lassen – das ist nicht der Stil des 58-jährigen Kirchenmusikers aus Leidenschaft mit Leidenschaft, wie Nagel den Bach-Kenner und vorzüglichen Interpreten beschreibt. „Ich weiß nicht, ob er in Bildern träumt oder in Tönen“, sagt Nagel, der ein bekennender Fan seines Organisten ist. „Es ist fantastisch, wie er Barockmusik interpretiert.“

Dehmel übernahm die Stelle in Haseldorf am 1. Oktober 1984. Seitdem begleitet er jährlich 50 bis 60 Gottesdienste, durchschnittlich um die 80 Amtshandlungen und gestaltet 20 bis 30 Konzerte.

Um in der alten Schlosskirche trotz immer knapper werdender Geldmittel hochwertige Konzerte durchführen zu können, gründeten Nagel und Dehmel vor zwölf Jahren den Verein Haseldorfer Kirchenmusik. „Das ist alles seinem Engagement zu verdanken“, lobt der Pastor seinen Vereins-Vize. Schirmherr ist Kultur-Mäzen Udo Prinz von Schoenaich-Carolath-Schilden.

Besonders gefällt es Nagel, dass Dehmel Musik jenseits des Mainstreams auswählt. Der gute Ruf des Kantors sorge zudem dafür, dass Interpreten mit ihm zusammenarbeiten wollen, die anderenorts deutlich bessere Gagen erhalten könnten.

Eine Einführung in den Themenkomplex Liebe / Tod, dem zentralen Thema der Oper, wird die ehemalige Pröpstin Monika Schwinge geben, die seit Jahren eng mit Dehmel zusammenarbeitet. Die Uraufführung der Gluck-Oper fand übrigens auf den Tag genau vor 300 Jahren – am 5. Oktober 1714 – in Wien statt.

Weitere Mitwirkende sind Kerrin Brinkmann (Orpheus), Daniela Specker (Eurydike), Johanna Mohr (Amor), der Gemischte Chor Cantate, Appen / Moorrege und das Ensemble mit historischen Instrumenten. Die Leitung hat Dehmel.

Die konzertante Aufführung der deutschsprachigen Oper „Orpheus und Eurydike“ von Gluck in der St.-Gabriel-Kirche am Haseldorfer Schlosspark am Sonntag, 5. Oktober, beginnt um 18 Uhr. Tickets zu 15 Euro –  Kinder haben wie immer freien Eintritt –  können am morgigen Donnerstag von 8 bis 12 Uhr im Kirchenbüro gekauft oder telefonisch unter 04129-241 vorbestellt werden. Restkarten gibt es an der Abendkasse.
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erstellt am 01.Okt.2014 | 14:30 Uhr

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