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Rahmenplan in Wedel : Offene Fragen beim Ostmolen-Bau

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Zweifel an Sicherheit von Glas im Flutschutz bei SPD, WSI und Linken. Grüne gegen Abriss des Hafenmeisterhauses.

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2017 | 14:00 Uhr

Wedel | Das Hafenmeisterhaus und die Sichtöffnungen in der Flutschutzmauer bleiben Streitpunkte der geplanten Umgestaltung der Ostmole am Schulauer Hafen. Zwar verabschiedete der Planungsausschuss bei nur zwei Enthaltungen seitens der SPD die dritte Änderung des Rahmenplans als Grundlage für die Bauplanung und die Genehmigung von Fördergeldern aus den Städtebau-Sanierungstöpfen. Nach längerem Hin und Her klammerten die Fraktionen die Entscheidungen über die beiden Teilprojekte jedoch aus.

Es war Martin Schumacher, planungspolitischer Sprecher der FDP, der eine weitere Prüfung und spätere Entscheidung als Kompromiss in den Beschlussvorschlag hineinformulierte. Vorausgegangen waren immer schwerer zu entwirrende Anträge zu beiden Knackpunkten. Die SPD meldete ebenso wie WSI und Linke Zweifel an der Sicherheit der Glaselemente an, die eine optische Durchlässigkeit der Flutschutzmauer schaffen sollen. „Gibt es eine Garantie des Herstellers, dass die Elemente so viel aushalten wie eine Stahlwand?“, wollte SPD-Ratsherr Manfred Eichhorn wissen. Die Aussage der Fachingenieure sei, dass die Elemente standhalten, entgegnete Stadtplaner Karl-Heinz Grass. Dennoch wollte die SPD den Punkt des Rahmenplans getrennt abstimmen.

Ebenso die Formulierung zum Hafenmeisterhaus. Hier gab es Irritationen bezüglich der vorgeschlagenen Sicherung des Geschosses unter der Kanzel gegen eindringendes Wasser. Warum nicht einfach den Raum verfüllen, wollte Eichhorn wissen.

Entscheidung erst nach weiterer Prüfung

Der Raum sei als Lager in Hinblick auf die Nutzung des Gebäudes vorgesehen, erläuterte Grass. Und nannte Wedel Marketing sowie die Arge Maritime Landschaft Unterelbe als Interessenten, die einen Touristen- und Informationsservice aufbauen könnten.

Deutlich grundlegender waren die Probleme, die die Grünen mit dem Hafenmeisterhaus hatten. „Es ist kein wunderschöner Bau, aber das letzte Stück des alten Hafens und für viele Menschen ein wichtiger Punkt“, so Grünen-Fraktionschef Olaf Wuttke. „Rekonstruktion“, so steht es im Rahmenplan – sprich Abbruch und Neubau. „Einem Abriss würden wir nicht zustimmen“, sagte Wuttke. Zumal ihm noch keine konkreten Nutzungspläne bekannt seien. Wuttke zeigte sich irritiert, dass Grass beiläufig schon Interessenten nannte. Konkrete Nutzungspläne lägen noch nicht vor, so Grüne. Erst dann solle über Sanierung oder Neubau entschieden werden. Wobei Ingrid Paradies für die WSI auch die Schaffung von Barrierefreiheit als „wünschenswert“ ins Spiel brachte. Der Rahmenplan diene als Zielbild für die Fördergeber, erklärte Bürgermeister Niels Schmidt. „Wenn Sie nach dem Beschluss zu anderen Erkenntnissen kommen, können sie ihn wieder ändern“, so der Verwaltungschef.

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