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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Dezember 2017 | 21:51 Uhr

Neues Projekt : Ökostrom-Offensive in Wedel

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Stadtwerke planen, finanzieren und betreiben Solaranlagen auf Dächern von Privatmenschen und Unternehmen.

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2015 | 12:00 Uhr

Wedel | Die Stadtwerke bringen den Wedelern Kraftwerke aufs Dach – umweltfreundliche, versteht sich. „Mein Sonnendach“ nennt sich eine Initiative, mit der das lokale Versorgungsunternehmen Immobilien-Besitzer zu Energieerzeugern machen möchte. Vor allem für den Eigenbedarf, aber auch für das städtische Netz.

Die Idee: Unternehmen und Privatmenschen stellen ihre Dächer zur Verfügung, der Rest kommt von den Stadtwerken. Sie planen gemeinsam mit den Hauseignern Photovoltaikanlagen in geeigneter Größe, übernehmen die Finanzierung und sorgen für Installation wie auch für Betrieb und Wartung. Das ganze mit lokalen Fachbetrieben. Auch die Frage der Versicherung ist Sache des Wedeler Versorgers.

Der Immobilienbesitzer selbst pachtet dann wiederum die Solaranlage von den Stadtwerken und nutzt den auf seinem Dach erzeugten Strom im eigenen Haus. Etwa 30 Prozent des Gesamtbedarfs könne bei Privathäusern so gedeckt werden, sagt Verena Schmitt, Projektleiterin von „Mein Sonnendach“. Bei gewerblichen Nutzern auch noch mehr. Den Rest kauft der Solaranlagen-Betreiber in herkömmlicher Weise aus dem Netz dazu – bei freier Anbieterwahl. Der Clou: Die Immobilieneigner leisten als Ökostrom-Erzeuger nicht nur einen Beitrag zur Energiewende. Laut Schmidt fährt der Kunde mit dem „Sonnendach“-Modell auch günstiger, als wenn er zu 100 Prozent Strom einkauft. Und der Preis für den selbst erzeugten Strom sei langfristig kalkulierbar.

„Mein Sonnendach“ als Win-Win-Situation

Schmitt sieht in dem Modell eine „Win-Win-Situation“, denn auch die Stadtwerke würden profitieren. Durch mögliche Kunden-Gewinnung, durch eine Marge bei der Pacht und durch die Steigerung der lokalen Energieerzeugung aus regenerativer Energie. Denn der nicht verbrauchte Solarstrom wird über die Stadtwerke ins Netz eingespeist und dem Anlagen-Pächter gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet.

Das „Mein-Sonnendach“-Programm sieht wahlweise auch die zusätzliche Installation eines Sonnenstromspeichers vor. Ob das aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll ist, werde individuell mit dem Kunden ermittelt, so Schmitt. Die Projektleiterin betont in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit der Einzelfall-Beratung. Denn nicht alle Immobilien und Lebensumständen böten die geeigneten Voraussetzungen, um über den Idealismusfaktor hinaus eine Photovoltaikanlagen-Installation sinnvoll erscheinen zu lassen. Wichtige Bedingung ist etwa ein hoher Eigennutzungsanteil. Interessenten würden sorgfältig über Chancen und Risiken aufgeklärt, so Schmitt.

Einen Themenabend „Mein Sonnendach“ veranstalten die Stadtwerke für 11. Mai ab 18.30 Uhr im Kundenzentrum, Bahnhofstraße 35, zeigen. Zudem gibt es im Internet einen Online-Angebotsrecher.

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