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Diskussion in Hetlingen : Oberflächenentwässerung: Ringen um das Gewerbeareal geht weiter

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Hetlinger Bürger sind in Sorge wegen der Oberflächenentwässerung. Keine Infoveranstaltung zum Thema Dorfentwicklung.

shz.de von
erstellt am 25.Jun.2016 | 15:00 Uhr

Hetlingen | Die Ausweisung eines neue Wohn-, Misch- und Gewerbegebiets in Hetlingen vor dem Wohngebiet Blink war auch während der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstagabend in der Gaststätte Op de Deel ein heiß diskutiertes Thema. Nachdem bereits Mitglieder der Freien Wahlgemeinschaft (FW) mehrfach ihre Sorgen wegen der Oberflächenentwässerung kundgetan hatten, schlug nun auch ein Bürger während der Einwohnerfragestunde in die selbe Kerbe. Rudolf Meimbresse, Anwohner des Blinks, glaubt nicht nur, dass die Finanzierung für die Gemeinde problematisch wird, sondern auch die Entwässerung. „Der Durchmesser der Rohre im Blink reicht für diese Erweiterung nicht aus“, gab Meimbresse zu bedenken. Und betonte: „Ich bin dagegen, unter diesen Bedingungen zu erschließen.“

Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) betonte, dass sich ein Ingenieurbüro mit der Entwässerungsfrage beschäftigt habe. Und wies darauf hin, dass das Wasser ja bei der Entschließung nicht mehr werde. Sorgen wegen der Dorffinanzen macht sich auch Ines Bitow, die seit kurzem an der Spitze der Freien Wahlgemeinschaft steht. „Wie will Hetlingen das finanzieren?“ fragte sie. Die Hetlinger hätten bereits jetzt mit Abstand die höchsten Steuern in der Region zu bezahlen. Geboten werde dafür wenig – Holm habe beispielsweise einen deutlich besseren Personennahverkehr. „Wir haben nix – außer Dorf“, sagte Bitow. Viele Bürger sähen es nicht ein, noch mehr Steuern zu zahlen. Sie wolle wissen: „Wo ist bei der CDU die Schmerzgrenze?“

CDU-Fraktionschef Alex Thomßen betonte, dass das Vorhaben nur zum Wohle der Gemeindefinanzen durchgezogen werde. Die Freie Wahlgemeinschaft beantragte eine Informationsveranstaltung zum Thema Dorfentwicklung. Das lehnte Holger Martinsteg (CDU) ab: „Wir haben genug öffentliche Sitzungen, und alle Infos stehen im Netz. Ihr wollt nur eine Plattform haben, um Stimmung zu machen.“ Die CDU beantragte eine kurze Sitzungsunterbrechung. Nach der vierminütigen Beratung unter freiem Himmel auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Gaststätte stand fest: Antrag abgelehnt. Tenor: Die CDU habe bei der Wahl die Mehrheit bekommen und solange keine Bürgerproteste kommen, sei alles gut.

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