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Holm : Nur wenig Interesse an der Jugendversammlung

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Holms Bürgermeister lud 400 Teenager ein – und nur fünf kamen.

Holm | Während in Hetlingen der neue Kinder- und Jugendbeirat kräftig wirbelt, gibt es in Holm offenbar wenig Interesse an Mitgestaltung. Zur Jugendvollversammlung am Donnerstagabend kamen lediglich fünf Teenager ins Haus der Gemeinde.

Dabei standen mit Schulbusverkehr und der Verlegung der Skaterbahn interessante Themen zur Beratung an. „Keinen Bock“, „Keine Lust“, „Habe was Besseres zu tun“, zitierten die Jugendlichen Antworten ihrer Altersgenossen. Bürgermeister Walter Rißler (CDU) hatte immerhin 400 Einladungen verschickt. Tine-Kropp-Jugendhaus-Chef Sven Kahns versprach, bei den Besuchern nachzuhaken, woher das Desinteresse komme.

Mitreden und Mitgestalten – das soll der Nachwuchs. Beispielsweise in der Frage: Wo soll die neue Halfpipe-Skateranlage stehen? Der TSV Holm hatte sich kürzlich an Rißler gewandt und angefragt, ob er den bisherigen Standort zukünftig nutzen könne. Hintergrund: Die erfolgreichen TSV-Baseballer müssen sich derzeit zur Austragung ihrer Heimspiele in Elmshorn einmieten. Kosten pro Spiel: 1200 Euro. Daher möchte der Verein auf eigene Kosten einen neuen Platz anlegen und benötigt dazu die Fläche der von Kinder- und Jugendlichen genutzten Freizeitanlage nahe der Holmer Sandberge.

Als Alternative bot Rißler den Jugendlichen die Bereiche neben und unterhalb der Tennisplätze (Am Sportzentrum) an. „Ich sehe es als Chance, euch an anderer Stelle mehr Platz zur Verfügung zu stellen“, so das Gemeindeoberhaupt. Das sahen auch die Teenager und Jugendpfleger Kahns so. Kahns wird nun eine Arbeitsgruppe einrichten. Bis Januar sollen Vorschläge gesammelt werden, damit die Gemeinde die Kosten für den neuen Platz einplanen kann.

Den Wunsch, noch an alter Stelle eine Sitzgelegenheit zu installieren, lehnte er ab, gab aber Kahns freie Hand, dies zusammen mit Jugendlichen selbst zu organisieren. „Wenn wir Geld in die Hand nehmen, dann für etwas Vernünftiges“, sagte Rißler. Wenn der alte Platz wegfällt, soll der neue bereits erschlossen sein. „Ich denke, dass Mitte oder Ende 2015 die Bauarbeiten beginnen könnten, wenn der TSV alle Modalitäten geklärt hat“, so Rißler. Neben der Finanzierung müsste unter anderem geklärt werden, wie Ersatz für möglicherweise zu fällende Bäume geschaffen werde. SPD-Fraktionschef Dietmar Voswinkel regte an, den TSV bei den Erschließungskosten des neuen Jugendplatzes einzubinden.

Hinsichtlich der Busanbindung nach Moorrege zur Gemeinschaftsschule habe sich keine Besserung beim Platzangebot ergeben, berichteten die Jugendlichen. Nur die Haltestelle sei direkt vor die Schule verlegt worden. Rißler hofft nun auf direkte Einflussnahme: „Wir sind jetzt Mitglied im Schulverband Moorrege und können mitbestimmen.“ Die Teenager bat er: „Meldet euch, wenn etwas nicht funktioniert. Denn nur wenn wir es wissen, können wir es ändern.“

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erstellt am 01.Nov.2014 | 16:00 Uhr

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