Wedel : Notunterkünfte: Mehr Orte gefragt

Politik soll weitere mögliche Bauflächen benennen. Prüfung der Grundstücke Feldstraße und Steinberg bislang ohne Ergebnis.

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13. Januar 2015, 10:00 Uhr

Wedel | Das Thema Notunterkunftsbau beschäftigt die Politik auch in der ersten Runde der Fachgremiumssitzungen 2015. Heute im Sozialausschuss sind die Fraktionen gehalten, weitere Standorte zu benennen, wo gebaut werden könnte.

Wie berichtet hatte der Rat mehrheitlich entschieden, die Standorte Ecke Feldstraße/Rudolf-Breitscheid-Straße sowie Steinberg 8 neben der Steinberghalle auf Realisierung von festen Wohnhäusern prüfen zu lassen. So will die Stadt Druck aus der immer dringlicheren Frage der Flüchtlingsunterbringung nehmen. Die Prüfung ist bislang noch ohne Ergebnis, so Bauamtschef Klaus Lieberknecht auf Tageblatt-Anfrage.

Während allerdings der geltende Bebauungsplan an der Feldstraße Geschosswohnungsbau zulässt, müsste der B-Plan am Steinberg geändert werden. Eben diese Änderung steht heute auf der Tagesordnung des Planungsausschusses. Aktuell sind eingeschossige Einzel- oder Doppelhäuser zulässig. Ziel der Änderung ist es, zweigeschossige Mehrfamilienhäuser zuzulassen. Jeweils 800.000 Euro hat die Stadt in diesem und im kommenden Jahr für den Bau von festen Wohnhäusern eingeplant.

Neben den Favoriten der Politik Feldstraße und Steinberg wurden in der Diskussion Bullenseedamm 1a, Pinneberger Straße 230, Hasenknick/Moorweg, Parkplatz Heinestraße und Tinsdaler Weg 38 als weitere mögliche Standorte von der Verwaltung benannt. Nun soll die Politik zwei auswählen, um auch Platz drei und vier der Prioritätenliste zu füllen. Zum einen, weil nicht abzusehen sei, wie viele Flüchtlinge noch in Wedel aufgenommen werden müssen, hieß es in der Diskussion zum Thema. Zum anderen, weil bislang eben auch nicht geklärt ist, ob an Feldstraße und Steinberg tatsächlich wie geplant gebaut werden kann.

Das gilt insbesondere an der Feldstraße. Wie berichtet müssen die Auswirkung einer Bebauung auf Erdkabel, Stromverteilerhäuschen und einen Bunker berücksichtigt werden. Zudem will eine Anwohner-Initiative ein Bürgerbegehren zum Erhalt der für die Realisierung vorgesehene Grünfläche auf den Weg bringen, der sich gegen jegliche Bebauung an fraglicher Stelle richtet.

Der Sozialausschuss tagt heute ab 19 Uhr im Stadtteilzentrum „mittendrin“, Friedrich-Egger-Straße 77. Die heutige Sitzung des Planungsausschusses beginn bereits um 18 Uhr im Ratssaal, Rathausplatz 3.
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