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JRG-Mensa in Wedel : Noch werden Verluste gemacht

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Elbmenschen-Geschäftsführer sieht das Projekt dennoch auf einem guten Weg. Küche soll langfristig für Catering genutzt werden.

Wedel | Im Januar wurde die neue Mensa im Johann-Rist-Gymnasium (JRG) endlich eröffnet. Die Wedeler Agentur Elbmenschen kocht seitdem zwei Mal in der Woche warmes Essen in „Johnny’s Kitchen“. Jetzt sind Sommerferien – Zeit für Elbmenschen–Chef Daniel Frigoni, eine erste Bilanz zu ziehen.

Derzeit schreibt das Mensa-Projekt noch rote Zahlen. Eine Situation, die aber einkalkuliert worden war. Frigoni: „Wir verkaufen derzeit durchschnittlich 120 Essen am Tag. Langfristig müssen wir uns auf 300 Mahlzeiten steigern.“ Das zweite finanzielle Standbein soll die Küche im JRG werden. Dort soll künftig Essen für andere Catering-Aufträge gekocht weden. „Momentan ist das aber noch nicht unser Schwerpunkt“, betont Frigoni.

Für den Unternehmer war es auch eine Herzensangelegenheit. Er hat selbst am JRG Abitur gemacht. „Außerdem fanden wir es spannend, etwas Neues auszuprobieren.“ Erfahrungen im Bereich Schulverpflegung hatte bei den Elbmenschen niemand. Als relativ kleiner Caterer müsse er anders kalkulieren, als die Großen der Branche, die vorgekochtes Essen in Schulküchen aufwärmen. Mit dem Namen und dem Logo von „Johnny’s Kitchen“ habe die Agentur versucht ein Marketingkonzept zu entwickeln. Ansonsten versuche man, die Schüler durch Qualität zu überzeugen und den Geschmack der jungen Kundschaft zu treffen. Frigoni: „Wir probieren viel aus“.

Die Trends der Großstädte würden auch in der Mensa der JRG ziehen – vegetarische Gerichte und Fisch sind der Renner. Eine besondere Herausforderung sei es, die älteren Schüler davon zu überzeugen, Pizza und Döner links liegen zu lassen und lieber in „Johnny’s Kitchen“ zu essen. Positiv für die Schüler, aber nicht immer einfach für die Elbmenschen ist die Konkurrenz durch die von Eltern betreute Caféteria.

Experimente im kommenden Schuljahr

„Die machen da einfach einen richtig guten Job“, lobt Frigoni. Solange das JRG keine Ganztagsschule sei, stünden die Mensa-Betreiber außerdem vor der Herausforderung, dass die Schüler eigentlich zu Mittag essen müssen, auch wenn sie im Anschluss nach Hause gehen. Im kommenden Schuljahr wollen die Betreiber einen Monat mit vier Essensausgaben in der Woche experimentieren.

Frigoni hat Spaß an dem Mensa-Projekt. Dass manche Politiker der Agentur aber schon unterstellten, sie wolle sich an der Schule bereichern, ärgert den Unternehmer. Grundsätzlich sei der Austausch mit Schule und Stadt aber sehr gut.

Ein Pfund mit dem Stadt, Schule und Elbmenschen wuchern könnten, sei die Halle. Frigoni: „So etwas gibt es sonst zwischen Elmshorn und Hamburg nicht.“ Mensa und Veranstaltungsraum sollen daher künftig als Location für Konferenzen und Tagungen genutzt werden.

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erstellt am 11.Aug.2015 | 12:30 Uhr

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