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Wedel : Noch ein Wohngebäude-Neubau für die Altstadt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Ehemalige Langeloh-Schlosserei in der Pinneberger Straße 2 wird durch Mehrfamilienhaus ersetzt. Gemäuer von 1896 bleibt erhalten.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2016 | 13:00 Uhr

Wedel | Bauherren entdecken Wedels Altstadt als Ort für die Realisierung ihrer Neubaupläne. Erst vor wenigen Wochen hat der Planungsausschuss seine Zustimmung für ein Mehrfamilienhaus gegeben, das den Altbau Am Marktplatz 1 ersetzt. Jetzt ging es weniger Häuser weiter um das Grundstück Pinneberger Straße 2. Gemeinsamkeit: Beide liegen innerhalb des Geltungsbereichs der Erhaltungssatzung. Wesentlicher Unterschied: Hier soll das historische Gemäuer aus dem Jahr 1896 erhalten und saniert werden.

Abriss dagegen steht an für die ehemaligen Betriebsgebäude von Feinmechanik Langeloh – die Firma ist mittlerweile umgezogen. Anstelle der Schlosserei soll ein mit 14 Wohneinheiten entstehender sich sowohl dem Hauptgebäude als auch dem Nachbarhaus anpasst. Das Architektenbüro Schenk und Waiblinger hat dafür ein
L-förmiges Ensemble aus zwei und dreigeschossigen Teilen entworfen und an einer Stelle durch ein Staffelgeschoss ergänzt. Zur Straße hin öffnet sich ein kleiner Platz, im rückwärtigen Teil des Grundstücks entsteht eine geschützte Grünfläche.

Fraktionen begrüßen Erhalt des Altbaus

Zwei Wohnungen finden zudem Platz im Altbau, an dem der Zahn der Zeit sichtbar genagt hat. Architekt Martin Schenk zeigte im Planungsausschuss Bilder mit deutlich erkennbaren Rissen in der Außenfassade. Starke Setzungen, bedingt durch ein hohes Verkehrsaufkommen, So Schenk. Ein Sachverständigen-Büro habe jedoch bestätigt, dass Erhalt und Sanierung inklusive Modernisierung möglich seien. Fahrzeuge für die insgesamt 16 Wohnungen unterschiedlicher Größe sollen in einer Tiefgarage mit 17 Stellflächen Platz finden.

So sieht  die erste Planzeichnung für den Neubau aus.
So sieht die erste Planzeichnung für den Neubau aus. Foto: pt
 

Die Fraktionen begrüßten unisono den geplanten Erhalt des Altbaus. Kritik gab’s allerdings hinsichtlich der auf dem Entwurf von Schenk gezeigten Gestaltung. „Fantasielos“, so das Urteil von Manfred Eichhorn (SPD). Seine Partei fordere eine andere Fassade. „So können wir unser Placet nicht geben.“ Auch der Vorplatz fand keinen Anklang bei den Sozialdemokraten. Dem pflichtete Willi Ulbrich (Grüne) bei: Er sei erschrocken angesichts der Tristesse des Platzes und die Fassade müsse aufgelockert werden. „Wir sind der Planungsausschuss und reden nicht über Gestaltungsdetails“, hielt Martin Schumacher (FDP) dagegen. Wie die Menge an Wohnungen angepasst werde, sei gut gelöst, und er sei sicher, dass das auch für die Gestaltungsfrage gelten werde, so Schumacher. Schenk erklärte seinerseits: „Es handelt sich hier um eine Bauvoranfrage. Hier hat noch kein Freiraumgestalter einen Strich dran gemacht.“ Klar sei indes, dass der Altbau „mehr strahlen soll“ als der Neubau. Mit deutlicher Mehrheit gab’s am Ende das Einvernehmen für den Neubau. Lediglich die SPD votierte mit ihren zwei Stimmen dagegen.

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