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Wedel-Schulauer Tageblatt

15. Dezember 2017 | 06:20 Uhr

Wedel : Neues Finanzbeben erschüttert die Stadt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Eiskalt erwischt: Gewerbesteuereinbrüche in Millionenhöhe treffen die Rolandstadt. Auch der Etat für 2013 ist im Minus. Steuererhöhungen sind kaum vermeidbar.

shz.de von
erstellt am 24.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Das ist bitter. Mitten in der Wiederaufbauarbeit nach dem Finanzbeben, das Wedel Ende 2011 und nochmal Mitte 2012 getroffen hat, erschüttern erneut massive Einnahmeeinbrüche die Stadt. Gestern erreichte Bürgermeister Niels Schmidt wieder eine Hiobsbotschaft aus der heimischen Wirtschaft: Wedel muss weitere millionenschwere Gewerbesteuerausfälle verkraften. „Das hat uns richtig kalt erwischt“, sagte Schmidt am Tageblatt-Telefon.

Wieder ist es einer der richtig großen Zahler. Wieder muss die Stadt Gewerbesteuern zurückgeben. Insgesamt mehrere Millionen für die Haushaltsjahre 2012 und 2013. Wie viel wollte der Verwaltungschef nicht sagen. Ebensowenig, wer es ist – „Steuergeheimnis“, so Schmidt. Klar ist dagegen: Die schwarze Null, mit der Wedel das Haushaltsjahr 2013 abschließen wollte, ist „ausgeschlossen“.

Das Ziel, einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf für 2014 vorzulegen, hat Schmidt dagegen noch nicht aufgegeben: „Es gibt weiter eine gewisse Chance.“ Voraussetzung sei allerdings, dass die Stadt noch konsequenter auf dem eingeschlagenen Konsolidierungsweg bleibe. Der werde nun wohl länger, so Schmidt – „und möglicherweise auch verschärft“. Raum für neue Pläne? Fehlanzeige. Und wie sieht es mit der Notwendigkeit neuerlicher Steuererhöhungen aus? „Um die werden wir wohl nicht herumkommen“, sagte Schmidt. Insgesamt 18 Millionen Euro waren mit den ersten beiden Ausfällen weggebrochen, weil ein Steuerschwergewicht schwächelte. Auf zwölf Millionen Euro konnte Wedel das Minus bereits reduzieren. Die fehlen beim Jahresabschluss 2012. Eine Last, die Wedel ohnehin weiter mitzuschleppen hatte. Jetzt ist sie noch größer geworden.

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