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Wedel-Schulauer Tageblatt

17. Dezember 2017 | 09:37 Uhr

Wedel : Neues BHKW als Beitrag zur Energiewende

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Stadtwerke modernisieren die Anlage in der Bekstraße.

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2016 | 12:15 Uhr

Wedel | Pilotprojekt für die Stadtwerke Wedel in der Bekstraße: Mit der Erneuerung seines Blockheizkraftwerks (BHKW) plant der städtische Versorger ein Instrument der Energiewende zur Integration Erneuerbarer Energien. Der Clou bei der neuen Anlage: Sie geht nur dann in Betrieb, wenn wenig Sonnen- und Windenergie im Stromnetz ist, wie Projektleiterin Verena Schmitt der Politik darlegte. Dies trage zur Stabilisierung des Stromnetzes bei und ermögliche einen wirtschaftlichen Betrieb. Mit einer jährlichen Einsparung von 2300 Tonnen CO2 sei das Projekt zudem ein wirkungsvoller Beitrag im Rahmen des Wedeler Klimaschutzkonzepts, so die Ingenieurin. Und nicht zuletzt bauen die Stadtwerke damit die dezentrale Stromerzeugung in Wedel aus. Die Fraktionen gaben einstimmig ihr Einvernehmen für den Bau der Anlage.

Das neue BHKW soll die alte erneuerungsfällige Anlage direkt neben dem TSV-Vereinszentrum aus dem Jahr 1990 ersetzen und dabei zugleich neue Möglichkeiten eröffnen. Bei einem sogenannten Blackout, einem flächendeckenden Stromausfall, kann es autark schnell hochgefahren werden, um wichtige Einrichtungen wie etwa das Krankenhaus oder die Feuerwache mit Strom zu versorgen. Zudem wird die Kapazität bei künftig 1,5 Megawatt elektrischer und 1,6 Megawatt Wärmeleistung erhöht. Damit ist es möglich, weitere Abnehmer ans Wärmenetz anzuschließen. Bislang werden 21 Kunden in der Umgebung, zum Teil Mehrfamilienhäuser, sowie das TSV-Zentrum, das Kinder- und Jugendzentrum und die Kita Bekstraße versorgt.

Die Anlage ist gasbefeuert und verfügt über einen Wärmespeicher, der mehrere Stunden Versorgung gewährleistet. Auffälligste Veränderung gegenüber dem bestehenden BHKW wir der neue Schornstein. Emissionsschutz-Auflagen erfordern einen schlanken 24-Meter-Spargel. Der jetzige Schornsteinhöhe liegt laut Schmitt bei zehn Metern. Aktuell warten die Stadtwerke auf die Genehmigung durch das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Ziel ist nach Auskunft des Versorgers, mit dem neuen Blockheizkraftwerk im dritten Quartal des laufenden Jahres in Betrieb zu gehen.

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