Doppelsitzung : Neuer Wohnraum für Moorrege

Baugebiet „Am Häg“: Erst soll der südliche Teil (I. BA), dann das nördliche Areal (II. B) realisiert werden.
Baugebiet „Am Häg“: Erst soll der südliche Teil (I. BA), dann das nördliche Areal (II. B) realisiert werden.

Bauausschuss und Gemeindevertretung bringen drei Bauvorhaben voran. Knapp 50 neue Häuser geplant.

shz.de von
23. Januar 2015, 16:00 Uhr

Moorrege | Überschaubares, aber dennoch kontinuierliches Wachstum hatte Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) im Jahresausblick auf 2015 in dieser Zeitung für seine Kommune angekündigt. Was das konkret bedeutet, zeigten die Gemeindevertreter sowie die Mitglieder des Bauausschusses nun gleich zu Beginn des Jahres. Auf einer Doppelsitzung brachten sie drei überschaubare Bauvorhaben voran: Moorrege wächst zwar, verliert aber seinen ländlichen Charme nicht.

Größter Wurf ist der Bebauungsplan 32. Auf einem vier Hektar großen Areal nördlich der Straße Voßmoor und westlich der Straße Am Häg sollen 42 Doppel- beziehungsweise Einfamilienhäuser entstehen. Die Mindestgrundstücksgröße für Einzelhäuser ist auf 600, für eine Doppelhaushälfte auf 300 Quadratmeter veranschlagt. Höchstmaß sind zwei Vollgeschosse mit maximaler Firsthöhe von 9,50 Metern.

„Das Projekt hat seine frühzeitige Beteiligung hinter sich“, referierte Gerd Kruse vom Planungsbüro Elbberg den Stand des Vorhabens. Schwerwiegende Einwendungen habe es nicht gegeben. „Alles kann unverändert so bleiben.“ Der Knick entlang der Straße Am Häg solle erhalten bleiben, so die Planungen, allerdings den angrenzenden privaten Eigentümern zugeschlagen werden. Die seien dann auch für die Pflege der Eichen zuständig. Ein Zaun sei nur auf Grundstücksseite erlaubt.

Die Straße Am Häg wird auf 4,50 Meter ausgebaut mit einem Fußweg von 1,50 Meter Breite. Im nördlichen Verlauf gebe es eine Engstelle, erklärte Kruse, deren Sanierung ein Teilstück des Knicks gefährde. Man bemühe sich, hier keine Bäume zu beschädigen. Dennoch hätten die Verantwortlichen sich entschlossen, den Knick noch einmal komplett auszugleichen. 218 Meter entlang der Pinneberger Chaussee werde eine zweite Reihe gepflanzt, um den dortigen Knick zu einem Redder zu erweitern.

Pläne für „Heistmer Weg“ und „Moorkamp“

Parallel zur Aufstellung des Bebauungsplans 31 „Heistmer Weg“ mussten die Gemeindevertreter eine Änderung des Flächennutzungsplans beschließen. Ein Bauunternehmen möchte in die bislang landwirtschaftlich genutzte Fläche seinen Betrieb verlegen. Deswegen wurde die Änderung eines etwa 7500 Quadratmeter großen Areals in eine „Wohnbaufläche“ und eine „gemischte Baufläche“ notwendig. Östlich des Heistmer Wegs und westlich der Wedeler Chaussee sollen ein kombiniertes Wohn-Wirtschafts-Gebäude, ein Vierfamilienhaus, ein Altenteilhaus sowie im nördlichen Bereich zwei Wohnhäuser entstehen. „Zugefahren wird vom Heistmer Weg aus“, erläuterte Kruse. Der größte Teil der landwirtschaftlichen Fläche bleibe erhalten, betonte er. Darüber hinaus würden „ein paar 100 Quadratmeter“ ausgeglichen.

Für das dritte Baugebiet – Nummer 33 „Moorkamp“ – war lediglich eine juristische Umwandlung erforderlich. Die bestehende rechtskräftige Ergänzungssatzung wurde in einen „Bebauungsplan der Innenentwicklung“ überführt. Damit ist nur ein einstufiges Verfahren notwendig. Der Aufstellungsbeschluss sieht vor, die Bebauung entlang des Moorkamps durch zwei weitere Wohngebäude zu ergänzen.

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