Neuer Steuermann in Haseldorf

Helga Millahn (CDU), die die Bürgermeisterwahl als älteste  Gemeindevertreterin leitete, nahm dem neuen Bürgermeister Klaus-Dieter Sellmann den Amtseid ab.
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Helga Millahn (CDU), die die Bürgermeisterwahl als älteste Gemeindevertreterin leitete, nahm dem neuen Bürgermeister Klaus-Dieter Sellmann den Amtseid ab.

Klaus-Dieter Sellmann als Bürgermeister vereidigt

shz.de von
22. Juni 2018, 16:00 Uhr

Der neue Bürgermeister Haseldorfs heißt Klaus-Dieter Sellmann und gehört der Freien Wählergemeinschaft Bürger für Haseldorf (BFH) an. Sellmann wurde am Mittwochabend auf der konstituierenden Sitzung der neuen Gemeindevertretung nach dem erdrutschartigen Sieg der BfH bei der Kommunalwahl im Mai – sie erreichte 44,2 Prozent - vereidigt.

Sein erster Stellvertreter wurde der bisherige Bürgermeister Uwe Schölermann, der mit seiner CDU die absolute Mehrheit von 67 Prozent verloren hatte und auf 36,6 Prozent abgesunken war. Zum zweiten Stellvertreter kürte die neue Gemeindevertretung einstimmig Dr. Boris Steuer (SPD).

„Ich stehe dafür ein, dass alle Bürgerinnen und Bürger Haseldorfs die Geschicke des Ortes mitgestalten können und die Politik, die wir hier voran treiben wollen, transparent ist“ meinte der strahlende Sieger in einem Gespräch. Ein echtes Anliegen sei ihm aber auch der respektvolle Umgang innerhalb der Gemeindevertretung, gerade daran habe es in den letzten Jahren gemangelt.

Sichtlich schwer fiel hingegen dem scheidenden Bürgermeister Uwe Schölermann der Abschied vom Amt. Als größten Erfolg in seiner Amtszeit bezeichnete er den von ihm betriebenen Wechsel von Uetersen ins Amt Moorrege.

In der gut dreistündigen Sitzung, zu der viele Zuhörer in den Haseldorfer Hof gekommen waren, funkelten bereits neue Streitpunkte auf, bei denen es zu Auseinandersetzungen kommen könnte. So möchten die BFH-Gemeindevertreter für Vorstandssitzungen und Treffen der Wählergemeinschaft gelegentlich einen „neutraleren Ort“ als einen Gasthof nutzen und schlugen vor, auf gemeindliche Räume wie beispielsweise die Kulturkate oder den Gemeinschaftsraum der Feuerwehr zurück zu greifen. BfH Gemeindevertreter Frank Schoppa: „Kaum einer von uns hat die Möglichkeit, regelmäßig privat 15 bis 20 Menschen zu Versammlungen einzuladen. Und als Gemeindevertreter haben wir das Recht, öffentliche Räume zu nutzen.“

Das brachte Schölermann auf Zinne. Er wollte die Förderung der gewerblichen Betriebe in Haseldorf auch weiterhin gewahrt sehen. Entschieden wird darüber erst nach einer Rücksprache mit den Vorsitzenden der öffentlichen Einrichtungen.

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